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Inflation in Argentinien im Jahr 2023 bei 211,4 Prozent
Die Verbraucherpreise in Argentinien sind über das gesamte vergangene Jahr gesehen um 211,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das Statistikinstitut in Buenos Aires meldete am Donnerstag eine Inflationsrate im Dezember von 25,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Argentiniens neuer Präsident Javier Milei verbuchte dies als Erfolg - denn das Land sei im Dezember eigentlich auf 45 Prozent Inflation zugesteuert.
Milei war im November gewählt worden und hatte im Dezember sein Amt angetreten. Die vorherige Regierung hatte versucht, die massive Inflation mit künstlichen Preisbegrenzungen einzudämmen. Milei stellte dies ein und wertete zudem die Landeswährung Peso um 50 Prozent ab.
Es gebe "keine Alternative zu einer Schocktherapie" mit scharfen Sparmaßnahmen, kündigte der Ultraliberale an. Die Lage werde sich zunächst verschlechtern, bevor es wieder aufwärts gehe. Er gehe davon aus, dass die Inflation innerhalb der kommenden zwölf bis 24 Monate in den Griff zu bekommen sei.
Neben einschneidenden geldpolitischen Maßnahmen hat der neue Staatschef per Dekret hunderte weitere Gesetzesänderungen auf den Weg gebracht, etwa im Miet- und Arbeitsrecht. Um die Staatsausgaben weiter zu senken, sollen auch 7000 Stellen im öffentlichen Dienst gestrichen und mehr als 40 öffentliche Unternehmen privatisiert werden.
H.Gonzales--AT