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US-Börsenaufsicht genehmigt erste Bitcoin-Indexfonds
Anlegerinnen und Anleger können erstmals in Bitcoin-Indexfonds investieren, die den Kurs der Kryptowährung abbilden. Die US-Börsenaufsicht SEC genehmigte die ersten Bitcoin-ETF, wie sie am Mittwoch mitteilte. SEC-Chef Gary Gensler warnte gleichzeitig: Die digitale Währung sei "spekulativ und stark schwankend" und sei auch für Geldwäsche und andere illegale Aktivitäten genutzt worden. Anleger sollten vorsichtig sein - es gebe eine "Unzahl" von Risiken.
Die Märkte spekulieren bereits seit Wochen, dass eine Erlaubnis der SEC für einen Bitcoin-Indexfonds bevorstehen könnte. Ein solcher Exchange Traded Fund (ETF) bildet den Kurs der Kryptowährung nach, Anlegerinnen und Anleger können so in die Kryptowährung investieren, ohne dass sie diese selbst direkt kaufen müssen.
Die SEC genehmigte elf Bitcoin-ETF, unter anderem von den großen Investmentgesellschaften Fidelity und Blackrock. Diese börsengehandelten Indexfonds sind seit der Jahrtausendwende eine äußert beliebte Anlageform. Ende 2022 steckten nach Angaben der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman weltweit rund 6,7 Billionen Dollar (6,1 Billionen Euro) in ETF.
Allein die Aussicht auf Zulassung von Bitcoin-ETF hatte den Kurs der Kryptowährung in den vergangenen Wochen stark steigen lassen. Anfang Januar knackte die Währung die Marke von 45.000 Dollar, das war der höchste Stand seit April 2022. Am Mittwoch lag der Preis für ein Bitcoin bei 46.576 Dollar.
Die Zulassung der SEC sei ein "Meilenstein" für alle Kryptowährungen, erklärte der Vize-Chef der Investmentgesellschaft Ryze Labs, Thomas Tang: Damit bewegten sich die Kryptowährungen hin zu "Rechtmäßigkeit und Akzeptanz". Bitcoin-ETF würden allein durch ihre Existenz in einem regulierten Rahmen das Vertrauen in Kryptowährungen erhöhen.
Die SEC hatte zwar im Jahr 2021 ETF auf Bitcoin-Zukunftskontrakte zugelassen, dafür mussten Anleger aber weiterhin ein Konto auf einer Kryptowährungsplattform eröffnen und Zentralbankgeld in digitales Geld umtauschen. Die Börsenaufsicht hatte sich lange beharrlich geweigert, auch einfachere Anlageprodukte wie Bitcoin-ETF zuzulassen. Diese Haltung musste die Behörde nach einem Gerichtsurteil im Oktober ändern, wonach sie ihren Widerstand gegen einen ETF der auf Kryptowährungen spezialisierten Vermögensverwaltung Grayscale nicht ausreichend begründet habe.
SEC-Chef Gensler verwies am Mittwoch auf diese Gerichtsentscheidung und erklärte, die Genehmigung der Indexfonds bringe für Anlegerinnen und Anleger auch wichtige Schutzmechanismen - so etwa eine Offenlegungspflicht. Die neuen Anlageprodukte unterlägen "Regeln, die Betrug und Manipulation verhindern sollen", betonte Gensler.
P.Smith--AT