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IW-Studie: Mehrheit der Wirtschaftsbranchen blickt pessimistisch ins neue Jahr
Hohe Zinsen, schwache Weltwirtschaft, Haushaltschaos: Die Mehrheit der Branchen der deutschen Wirtschaft blickt pessimistisch ins kommende Jahr. Wie eine Umfrage des abeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unter 47 deutschen Wirtschaftsverbänden ergab, beschreiben 30 von ihnen die aktuelle Lage im Jahresvergleich als schlechter - und nur neun gehen davon aus, im nächsten Jahr mehr zu produzieren.
"Selten war die Lage so düster wie derzeit, und selten war die Prognose so pessimistisch", lautet die Zusammenfassung der Autorinnen und Autoren der am Mittwoch vorgestellten Studie. Mit einer wesentlichen Verschlechterung rechnen laut Studie vor allem energieintensive Branchen, etwa Gießereien, die Keramische Industrie, die Lederindustrie sowie die Kunststoffverarbeitung. Auch die Immobilienwirtschaft, Baugewerbe und Bauindustrie sowie Banken und Sparkassen sind angesichts der hohen Zinsen pessimistisch.
"Die deutsche Wirtschaft leidet flächendeckend darunter, dass sie nicht planen kann", erklärte IW-Direktor Michael Hüther. Das "Desaster um den Haushalt" in der Regierungskoalition zeige, wie gravierend die Lage sei. Er warnte vor einer Deindustrialisierung und einer zunehmenden Abwanderung der Firmen aus Deutschland und forderte unter anderem eine Reform der Schuldenbremse.
M.O.Allen--AT