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Bankenverband warnt vor Betrug mit QR-Codes
Der Bundesverband deutscher Banken hat vor dem Betrug mit sogenannten QR-Codes gewarnt. Cyberkriminelle nutzten die Codes, um Betroffene auf gefälschte Websites umzuleiten und so persönliche Daten abzugreifen, erklärte der Verband am Donnerstag. Eine besondere Gefahr sei dabei, dass Antivirenprogramme diese Art der Phishing-Nachrichten häufig nicht erkennen könnten.
QR-Codes sind heutzutage fast allgegenwärtig: Im Restaurant können Gäste damit die Speisekarte digital abrufen, im Einzelhandel gelangen Kunden schnell zu Rabattaktionen und auch beim Ticketkauf können die schwarz-weißen Bildchen helfen. Mittlerweile haben den Angaben des Bankenverbands zufolge aber auch Betrüger die Technologie für sich entdeckt.
Oftmals landeten dann E-Mails im Postfach der Betroffenen, die einen QR-Code enthalten, mit dem eine Website, ein Dokument oder eine Rechnung geöffnet werden könne. Diese Seiten sind dann gefälscht und fordern die Nutzenden zur Eingabe von Zugangsdaten, Bankinformationen oder anderen sensiblen Daten auf.
Zusätzlich werde teilweise "ein zeitlicher Handlungsdruck aufgebaut", etwa ein angebliches Sicherheitsproblem auf dem Smartphone, dem Tablet oder dem PC, erläuterte der Bankenverband. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten darauf achten, QR-Codes nur aus vertrauenswürdigen Quellen zu nutzen. "Wenn Sie unsicher sind, kontaktieren Sie den Absender auf einem anderen Weg", empfahl der Bankenverband.
Von Antivirenprogrammen und Firewalls könnten die betrügerischen QR-Codes häufig nicht erkannt werden, warnte der Verband. Sie werden nämlich nicht als Anhang verschickt, der von der Software überprüft wird, sondern als Bild.
Zudem nutzten Kriminelle vermehrt Künstliche Intelligenz (KI) für ihre Zwecke. Beim Vishing, was sich aus den englischen Worten Voice und Phishing zusammensetzt, verschickten Betrüger falsche Sprachnachrichten und ahmten Stimmen mit KI-Software nahezu perfekt nach. "Mit Hilfe solch einer Fake-Sprachnachricht soll man dazu verleitet werden, Daten herauszugeben oder gar direkt Geld an die Kriminellen zu überweisen", erklärte der Bankenverband.
Betroffene sollten im Zweifel nach der Telefonnummer fragen und einen Rückruf versprechen, warnte der Verband. "So gewinnt man Zeit und kann die Telefonnummer des Anrufenden und die Echtheit des Anrufs überprüfen."
Y.Baker--AT