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Streik legt Flugverkehr an Flughafen Genf lahm - Dutzende Annulierungen
Ein Streik des Flughafenpersonals hat den zweitwichtigsten Flughafen der Schweiz lahmgelegt: Am Freitag wurden zunächst bis Mittag alle Flüge am Genfer Airport abgesagt. Die verantwortliche Gewerkschaft kündigte dann eine Fortsetzung des zunächst für vier Stunden angesetzten Arbeitskampfes bis Samstagabend an. In der Schweiz sind Streiks sehr selten.
Gewerkschaftsvertreter hatten am Morgen die Flughafenführung getroffen, um über ihre Forderungen zu sprechen. Anschließend hielten sie eine Abstimmung über die Fortführung des Streiks per Handzeichen ab, wie AFP-Reporter vor Ort berichteten. "Ich höre, dass ihr nicht müde seid, also machen wir weiter", sagte Jamshid Pouranpir, Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes für den Luftverkehr, unter dem Applaus seiner Kollegen.
Der Streik sollte ursprünglich um 10.00 Uhr vormittags enden. Bereits dies galt als höchst ungewöhnlich und führte zu dutzenden Annullierungen. "In der Schweiz wird nur sehr selten gestreikt", sagte Arbeitnehmervertreterin Claire Pellegrin zu AFP. "Man hat das Recht zu streiken, wenn man alle Rechtsmittel und Beratungen ausgeschöpft hat." Für sie sei es der erste Streik, an dem sie teilnimmt.
Polizei und Sicherheitskräfte riegelten am Freitagmorgen das Flughafengebäude ab. Wie AFP-Reporter feststellten, wurde nur Fluggästen mit Tickets für spätere Flüge Eintritt gewährt. Dass diese starten, ist nun jedoch ebenfalls unwahrscheinlich.
H.Gonzales--AT