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US-Wirtschaft im ersten Quartal stärker gewachsen als ursprünglich angenommen
Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal deutlich stärker gewachsen als ursprünglich angenommen. Laut einer am Donnerstag vom Handelsministerium veröffentlichten dritten Konjunkturschätzung legte das Bruttoinlandsprodukt von Januar bis März um annualisiert 2,0 Prozent zu. In der ersten Schätzung war das Ministerium noch von einem Wachstum von 1,1 Prozent ausgegangen, in der zweiten Schätzung dann von einem Wachstum von 1,3 Prozent.
Die Anhebung der Konjunkturzahlen fußt auf nach oben korrigierten Zahlen zu Exporten und zu den Ausgaben der Privathaushalte, wie das Handelsministerium mitteilte. Allerdings war das Wachstum von 2,0 Prozent immer noch ein Rückgang im Vergleich zum vierten Quartal 2022, als die US-Wirtschaft um annualisiert 2,6 Prozent gewachsen war.
In den USA ist es anders als beispielsweise in Deutschland üblich, Quartalszahlen zur Konjunktur annualisiert anzugeben. Dabei wird die wirtschaftliche Entwicklung in einem Quartal auf ein ganzes Jahr hochgerechnet. Im Quartalsvergleich wuchs die größte Volkswirtschaft der Welt im ersten Quartal um 0,5 Prozent.
Die neuen Konjunkturzahlen sind gute Nachrichten für US-Präsident Joe Biden, der bei seiner Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2024 großes Gewicht auf die Wirtschaftspolitik setzt. Am Mittwoch hatte der Politiker der Demokratischen Partei bei einer Rede gesagt, seine Wirtschaftspolitik unter dem Schlagwort "Bidenomics" mit umfassenden Investitionen ziele auf die Mittelschicht ab und solle den "amerikanischen Traum" wiederherstellen.
Allerdings könnten die USA in diesem Jahr immer noch in eine leichte Rezession schlittern. Die US-Notenbank Fed hat im Kampf gegen die hohe Inflation die Leitzinsen seit dem vergangenen Jahr stark angehoben und hofft, die US-Wirtschaft damit etwas abzukühlen. Zuletzt legte die Fed aber eine Zinspause ein.
E.Rodriguez--AT