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Inflation in Spanien im Juni deutlich auf 1,9 Prozent gesunken
Die Inflation in Spanien ist im Juni deutlich auf 1,9 Prozent gesunken. Entspannung gab es bei den Spritpreisen, bei den Energie- und bei den Lebensmittelpreisen, wie das Statistikamt des Landes am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Im Mai hatte die Inflation in Spanien bei 3,2 Prozent gelegen, im April waren es 4,1 Prozent.
Damit nähert sich das Land dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die zur Preisstabilität eine Teuerung von zwei Prozent anstrebt. Im Juli vergangenen Jahres hatte die spanische Inflation einen Rekordwert von 10,8 Prozent erreicht. Im Gesamtjahr 2022 betrug sie im Schnitt 8,4 Prozent. Die spanische Regierung griff den Menschen mit Milliardenhilfen unter die Arme.
Die zurückgehende Inflation spielt nun dem sozialistischen Regierungschef Pedro Sánchez in die Hände. Am 23. Juli finden in dem Land vorgezogene Neuwahlen statt. Spanien steht mit seiner Teuerungsrate wesentlich besser da als viele europäische Nachbarn. Im Mai lag die Inflation in der Eurozone bei 6,1 Prozent.
Auch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden veröffentlicht am Donnerstagnachmittag seine erste Schätzung zur Teuerung im Juni. Im Mai lag die Inflation in Deutschland ebenfalls bei 6,1 Prozent.
W.Moreno--AT