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VdK lobt Regierungsplan für bessere Arbeitsmarkt-Integration von Behinderten
Die Pläne der Bundesregierung für eine bessere Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt stoßen beim Sozialverband VdK auf Wohlwollen. Der Gesetzentwurf, der am Vormittag vom Kabinett behandelt werden soll, enthalte "wichtige Impulse für mehr Inklusion am Arbeitsplatz", lobte VdK-Präsidentin Verena Bentele am Mittwoch. "Das ist dringend notwendig, weil fast 160.000 Menschen mit einer Schwerbehinderung arbeitslos sind und die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen mit Behinderungen weiter steigt."
Der Gesetzentwurf sieht unter anderem eine deutliche Erhöhung der sogenannten Ausgleichsabgabe vor. Diese müssen Firmen zahlen, wenn sie keine Schwerbehinderten beschäftigen, obwohl sie dazu verpflichtet sind.
"Nach unserer Auffassung ist es höchste Zeit, dass Unternehmen stärker zur Kasse gebeten werden, wenn sie die Pflicht, schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen, einfach nicht erfüllen", erklärte dazu Bentele. "Es ist eine Schande, dass 45.000 Unternehmen diese Beschäftigungspflicht bislang einfach ignorieren." Bei der künftigen Höhe der Ausgleichsabgabe hätte sich der VdK aber "mehr Mut gewünscht".
Bentele mahnte zugleich weitere Reformen an. So müssten die Schwerbehindertenvertretungen in den Betrieben "weiter gestärkt werden". Das Gleiche gelte für das sogenannte betriebliche Eingliederungsmanagement für Beschäftigte, die nach langer Krankheit in den Job zurückkehren. "Hier muss die Ampel-Koalition noch mal nachlegen", urteilte Bentele.
Wie die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" am Mittwoch berichteten, soll die Ausgleichsabgabe für Betriebe ab 60 Arbeitsplätzen künftig monatlich 720 Euro betragen. Bisher sind es 360 Euro.
"Damit Fachkräftemangel nicht zur Wohlstandsbremse wird, brauchen wir jeden klugen Kopf und jede helfende Hand", sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) den Zeitungen. "Menschen mit Behinderungen sind oft überdurchschnittlich qualifiziert und hochgradig motiviert." Trotzdem sei die Arbeitslosenquote von Menschen mit Schwerbehinderung mehr als anderthalb Mal so hoch wie die allgemeine Arbeitslosenquote.
P.Smith--AT