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US-Bank Wells Fargo muss wegen Rechtsverstößen 3,7 Milliarden Dollar zahlen
Die US-Bank Wells Fargo muss wegen einer Reihe von Rechtsverstößen insgesamt 3,7 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) an Strafe und Rückerstattungen an Kunden zahlen. Die US-Behörde für Verbraucherschutz im Finanzwesen (CFPB) erklärte am Dienstag, die in der Vergangenheit von Skandalen erschütterte Großbank habe sich "illegale" Aktivitäten zu Schulden kommen lassen.
So habe Wells Fargo bei Krediten für den Autokauf unrechtmäßige Gebühren und Zinsen verlangt und letztlich Autos von Kunden eingezogen. Das habe bei elf Millionen Kundenkonten zu einem Gesamtschaden von 1,3 Milliarden Dollar geführt. Die Bank soll zudem bei Immobilienkrediten unrechtmäßig Änderungen verweigert haben, was in manchen Fällen dazu führte, dass Kunden ihre Häuser verloren. Wells Fargo soll außerdem illegale Gebühren für Kontoüberziehungen verlangt haben.
Die CFPB verhängte deswegen eine Zivilstrafe von 1,7 Milliarden Dollar und verdonnerte die im kalifornischen San Francisco ansässige Bank dazu, mehr als zwei Milliarden Dollar an betroffene Kunden zurückzuzahlen, die für insgesamt 16 Millionen Konten bei der Bank stehen.
CFPB-Chef Rohit Chopra erklärte, Wells Fargo habe wiederholt gegen Recht verstoßen und damit "Millionen amerikanischen Familien geschadet". Die jetzt verhängte Milliardenstrafe sei ein "wichtiger erster Schritt für Rechenschaft und langfristige Reformen bei diesem Wiederholungstäter".
Wells-Fargo-Chef Charlie Scharf erklärte, die mit der CFPB getroffene Vereinbarung sei ein "Meilenstein in unserer Arbeit, die Praktiken bei Wells Fargo zu verändern und diese Probleme hinter uns zu lassen". Eine Sprecherin der Bank erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, Wells Fargo habe bereits den Großteil der zwei Milliarden Dollar an Kunden zurückgezahlt.
Die Großbank hat in der Vergangenheit immer wieder für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. So wurde 2016 bekannt, dass Mitarbeiter von Wells Fargo über Jahre für Kunden ohne deren Wissen Millionen falscher Bankkonten eröffnet oder Kreditkarten beantragt hatten. Damit sollten Zielvorgaben von Wells Fargo erreicht werden. In diesem Skandal einigte sich die Bank im Februar 2020 mit dem Justizministerium auf eine Strafe von drei Milliarden Dollar.
T.Sanchez--AT