-
Großbritannien: Burnham uneinholbar vorne in Verfahren um Starmer-Nachfolge
-
Fünf Jahre Ahrtal-Katastrophe: Caritas für Neuaufstellung von Katastrophenschutz
-
US-Armee startet neue Angriffswelle gegen den Iran
-
75-Jährige in Bayern wegen Totschlags an 79-jährigem Mann in Untersuchungshaft
-
Kolumbianer erschossen: Zweiter Toter bei ICE-Einsatz binnen einer Woche
-
US-Armee: Blockade iranischer Häfen beginnt am Dienstagabend
-
Trump kündigt "Rede an die Nation" für Donnerstag an
-
Europäische Schutztruppe plant baldige Manöver in Nachbarstaaten der Ukraine
-
Intel investiert weitere fünf Milliarden Euro in Irland
-
Europäische Schutztruppe plant Übungen in Nachbarstaaten der Ukraine
-
"Feste Überzeugung": Kessler rechnet mit El Malas Verbleib
-
Einsturz in Novi Sad: Prozess gegen serbischen Ex-Bauminister wieder aufgenommen
-
Straße von Hormus: Trump kündigt erneute Blockade iranischer Häfen und Abgabe an
-
Zwölf US-Bundesstaaten klagen gegen Übernahme von Warner Bros. durch Paramount
-
Ungarisches Parlament stimmt für Verfassungsänderung zur Absetzung des Präsidenten
-
"Krieg gegen unser Land": US-Außenminister Rubio will IStGH "zerschlagen"
-
Staats- und Regierungschefs der Pro-Ukraine-Koalition beraten in Paris
-
Berliner CDU-Vorstand bestätigt Senator Evers als Spitzenkandidat
-
Parlamentarier: Erneut Toter bei ICE-Einsatz im Nordosten der USA
-
Geber stellen Millionen für Wiederaufbau im Gazastreifen in Aussicht
-
Bericht: Mindestens 42 Todesfälle in Polizeigewahrsam seit 2016
-
Fraktionschef Miersch ruft SPD zu Geschlossenheit auf
-
Getötete Ex-Ministerin Widdecombe: Brite unter Terrorverdacht festgenommen
-
Mögliche Stellenstreichungen: VW-Chef Blume nennt erstmals öffentlich Zahlen
-
Lebenslange Haft für Mord an Ehefrau in Schleswig-Holstein
-
Gericht: Mette-Marits Sohn darf bis zu Berufungsurteil in den Hausarrest
-
Trump will Straße von Hormus "übernehmen" und für Schutz bezahlt werden
-
Tod von 17-Jährigem in Castrop-Rauxel: Tatverdächtige nach Deutschland ausgeliefert
-
Flammeninferno: Mindestens 28 Tote und Dutzende Verletzte bei Lokal-Brand in Bangkok
-
Riesiger Waldbrand im Süden von Paris - Löschflugzeuge tanken Wasser in der Seine
-
Leihe verlängert: Gruda bleibt bei RB
-
Cyberangriffe: EU und Großbritannien verhängen weitere Sanktionen gegen Russland
-
Diamantenkonzern De Beers will Südafrikas größte Mine zwei Jahre stilllegen
-
Zwölfjähriger bis zu Ohnmacht gewürgt: Polizei warnt vor Social-Media-Challenge
-
Koalition will Tabaksteuer stärker erhöhen als bisher geplant
-
15-Jährige in Hamburg tot in Kinderzimmer entdeckt: Mutter in Untersuchungshaft
-
Getötete Ex-Ministerin: Britische Anti-Terror-Polizei übernimmt Ermittlungen
-
Vor Ukraine-Treffen in Paris: Macron ruft zu verstärkter Waffenproduktion auf
-
Bilic neuer kroatischer Nationaltrainer
-
RB blendet Klopp-Gespräche aus: "Voller Fokus hier in Leipzig"
-
Spaniens Regierungschef ruft bei Besuch in Waldbrandgebiet zu besserer Prävention auf
-
Größte Eskalation im Iran-Krieg seit Vereinbarung der Waffenruhe Anfang April
-
Bundeswehr: Fürstenfeldbruck wird Standort für Ausbildung der Luftwaffe
-
"Jurassic Park"-Filmstar Sam Neill im Alter von 78 Jahren in Sydney gestorben
-
Auswärtiges Amt bestellt wegen Cyberangriffen russischen Botschafter ein
-
Spanischer Regierungschef Sánchez besucht Waldbrandgebiet in Andalusien
-
Reichinnek zu Kürzungen bei Unterhaltsvorschuss: "Nächster Tiefschlag für Kinder"
-
Umwelthilfe: Ein Viertel der Landkreise mit hohem Risiko für schwere Hochwasser
-
Verbraucher müssen deutlich mehr für Flüge und Pauschalreisen zahlen
-
Maler und Bildhauer Anselm Kiefer in Gelehrtenorden Pour le mérite aufgenommen
Kronzeuge nennt Wirecard "Krebsgeschwür" und belastet früheren Chef Braun
Im Wirecard-Prozess hat der als Kronzeuge auftretende frühere Asien-Manager Oliver B. den früheren Unternehmenschef Markus Braun schwer belastet. "Dr. Braun war der Kern, auf den sich alles ausgerichtet hat", sagte B. am Montag in dem Verfahren um den Bilanzskandal des inzwischen insolventen früheren Dax-Konzerns vor dem Landgericht München I. Die Staatsanwaltschaft wies den Antrag von Brauns Verteidigern zurück, das Verfahren auszusetzen.
Der zuvor in Dubai lebende B. hatte sich Mitte 2020 nach dem Platzen des Wirecard-Skandals mit Fehlbuchungen in Milliardenhöhe freiwillig gestellt. Er diente der Staatsanwaltschaft danach als wichtigster Belastungszeuge, da er umfassend zu den Machenschaften in dem Konzern auspackte. Die Verteidigung von Ex-Konzernchef Braun hält B. allerdings für unglaubwürdig - sie wirft ihm vor, für sich selbst Millionenbeträge veruntreut und wichtige Daten vernichtet zu haben.
B. hingegen stellte Braun am Montag als die zentrale Triebfeder für die Manipulationen dar, die zu einem der größten deutschen Wirtschaftsskandal führten. Braun sei vom Wachstumskurs berauscht gewesen, dafür sei ihm jedes Mittel recht gewesen, sagte der Mitangeklagte. Bei Wirecard habe es ein "System des organisierten Betrugs" gegeben, das Unternehmen sei ein "Krebsgeschwür" gewesen.
"Die Wirecard versuchte, die Gesetze des Marktes mit Manipulation auszuhebeln", sagte der Ex-Manager. Die Unternehmensführung habe aus Kriminellen und Hasardeuren bestanden. Braun sei in dieser Gruppe ein absolutistischer Chef gewesen. Er habe gesagt, wo es langgehe, und was er sagte, sei gemacht worden.
Der zusammen mit Braun und dem früheren Chefbuchhalter von Wirecard angeklagte B. räumte seine eigene Schuld vollumfänglich ein. "Ich bin erschrocken über mein eigenes Agieren." Er bedauere zutiefst, damit zu dem Bilanzskandal beigetragen zu haben. "Blinde Loyalität" gegenüber Braun und dem geflohenen früheren Wirecard-Vorstand Jan Marsalek habe ihn angetrieben. Neben Braun belastete B. auch Marsalek sowie den mitangeklagten früheren Chefbuchhalter Stephan von E.
Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft in dem Verfahren lauten auf gewerbsmäßigen Bandenbetrug, Untreue, Marktmanipulation und unrichtige Darstellung. Obwohl die Wirecard-Führung seit langem wusste, dass die Geschäfte nicht liefen, sollen die Verantwortlichen neue Umsätze erfunden und so dem Konzern Milliardenkredite bei den Banken ergaunert haben. Die Verantwortlichen sollen sich damit ihre hohen Millionengehälter und Provisionen gesichert haben.
Die Münchner Staatsanwaltschaft wies den Antrag der Verteidiger Brauns zurück, das Verfahren auszusetzen. Von der Verteidigung geforderte weitere Ermittlungen zu weiteren Zahlungsströmen seien "irrelevant", da sie nicht die der Anklage zugrunde liegenden Sachverhalte beträfen. Es gebe zwar Ermittlungen, diese liefen aber, da es Hinweise auf Geldwäsche gebe und nicht wegen der Hauptanklagepunkte. Auch den Vorwurf der Verteidiger, dass Ermittlungsergebnisse zu spät zur Verfügung gestellt werden, wiesen die Ermittler zurück.
Die Braun-Verteidiger weiteten ihren vergangene Woche gestellten Aussetzungsantrag am Montag hingegen noch aus. Sie begründeten dies damit, dass noch nach dem zweiten Verhandlungstag weitere 11.000 PDF-Seiten und über 8000 E-Mails von der Staatsanwaltschaft nachgereicht worden seien, die nun gesichtet werden müssten. Die noch nach der Erhebung der Anklage weitergeführten Ermittlungen seien "ein Fass ohne Boden", die Verfahrenssituation sei mit rechtsstaatlichen Prinzipien nicht vereinbar, sagte Verteidiger Alfred Dierlamm.
Der Vorsitzende Richter Markus Födisch sagte, voraussichtlich werde das Gericht erst Anfang nächsten Jahres über den Antrag entscheiden. Wie Dierlamm ankündigte, ist Braun zu einer Aussage bereit, sollte das Verfahren nicht ausgesetzt werden. In der zweiten Januarhälfte könnte es demnach zur Aussage von Ex-Wirecard-Chef Braun kommen.
E.Rodriguez--AT