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Bahn soll Verkauf von profitabler Logistiktochter Schenker vorbereiten
Die hoch verschuldete Deutsche Bahn (DB) soll ihren Gewinnbringer, die Logistiktochter DB Schenker, verkaufen. Der Aufsichtsrat des Staatskonzerns erteilte dem Vorstand am Donnerstag den Auftrag, den Verkauf von "bis zu 100 Prozent der Anteile" der Tochter zu prüfen und vorzubereiten, wie die DB mitteilte. Erlöse aus einem Verkauf sollen "vollständig im DB-Konzern verbleiben" und unter anderem zur "deutlichen Entschuldung" des Unternehmens beitragen.
DB Schenker trage seit Jahren mit Rekordergebnissen signifikant zur wirtschaftlichen Entwicklung des DB-Konzerns bei, erklärte die Bahn. Im ersten Halbjahr machte das Unternehmen demnach 1,2 Milliarden Euro Gewinn. Das war demnach das beste Halbjahres-Ergebnis vor Steuern und Zinsen in der 150-jährigen Unternehmensgeschichte.
DB Schenker hat den Angaben zufolge rund 76.100 Beschäftigte an über 1850 Standorten in mehr als 130 Ländern. Das Unternehmen gehört damit zu den führenden Logistikdienstleistern weltweit. Die Schienen-Frachtsparte der Bahn ist in der Tochter DB Cargo organisiert.
Die Bahn betonte am Donnerstag, der Konzern verfolge seit 2019 die Strategie, mehr Personen- und Güterverkehr auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern - ein Verkauf von Schenker "würde die Fokussierung auf die Strategie der Starken Schiene weiter vorantreiben".
Schenker selbst benötige "mittelfristig" größere finanzielle Mittel und Freiräume für internationale Zukäufe. Der Verkauf könne "neue Wachstums- und Entwicklungschancen eröffnen".
W.Stewart--AT