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Touristikkonzern TUI auf dem Weg zurück in die Gewinnzone
Der Touristikkonzern TUI scheint nach schweren Jahren und Milliardenverlusten vor allem wegen der Corona-Pandemie zurück auf dem Weg in die Gewinnzone zu sein. Im Geschäftsjahr 2022 vervierfachte das Unternehmen im Jahresvergleich seinen Umsatz auf 16,55 Milliarden Euro und reduzierte den Verlust auf 277 Millionen Euro, wie TUI am Mittwoch mitteilte. Im Geschäftsjahr 2021 hatten unter dem Strich noch rund 2,5 Milliarden Euro Verlust gestanden.
Besonders im vierten Quartal des vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres reichte das Geschäft demnach wieder an das Vorkrisenniveau heran. Von Juli bis September zählten die TUI-Angebote wie Resorts, Hotels und Kreuzfahrten 7,6 Millionen Gäste - mit 93 Prozent annähernd so viel wie im vierten Quartal 2019.
"Wir hatten einen starken Sommer, ein sehr gutes Quartal", erklärte TUI-Vorstandsvorsitzender Sebastian Ebel. "Der Tourismus bleibt ein langfristiger und attraktiver Wachstumssektor. Alle fundamentalen Daten deuten darauf hin, die langfristigen Megatrends, von denen unsere Branche besonders profitiert, sind weiter intakt."
"Das Marktumfeld bleibt allerdings schwierig", fügte Finanzvorstand Mathias Kiep hinzu. Das Buchungsaufkommen in diesem Winter ist nach Konzernangaben stabil und liegt bislang bei 84 Prozent des Vorkrisenniveaus. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet TUI demnach mit einem "starken Anstieg des Umsatzes".
TUI hatte in der Corona-Krise staatliche Hilfskredite aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) in Milliardenhöhe in Anspruch genommen, in diesem Frühjahr aber bereits mit der Rückzahlung begonnen. "Mit dem WSF haben wir jetzt die nächsten Schritte vereinbart und wollen die Verschuldung zügig weiter senken und die Abhängigkeit vom Staat deutlich reduzieren", erklärte Kiep.
T.Wright--AT