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Regionen in Asien und Amerika haben besonders großes Risiko für Katastrophen
Besonders Regionen in Asien und Amerika tragen einem neuen Bericht zufolge ein hohes Risiko für Naturkatastrophen. Zu diesem Schluss kommt der neue Weltrisikobericht, den das Bündnis Entwicklung Hilft und das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum am Donnerstag in Berlin vorstellten. Nach Angaben der Fachleute kann die Digitalisierung eine wichtige Hilfestellung liefern, um Katastrophen vorzubeugen.
Für den jährlichen Weltrisikoindex wurde in diesem Jahr das Katastrophenrisiko von 193 Ländern durch eine kombinierte Analyse von Naturgefahren und Verwundbarkeit der Gesellschaft analysiert. Die drei Länder mit dem höchsten Katastrophenrisiko sind demnach die Philippinen, Indien und Indonesien. Das niedrigste Katastrophenrisiko weltweit hat dem Bericht zufolge der Stadtstaat Monaco, gefolgt von Andorra und San Marino.
Deutschland liegt mit Platz 101 im Mittelfeld und damit nicht mehr wie in den vergangenen Jahren im hinteren Bereich. Das liegt an methodischen Veränderungen, welche die Fachleute in diesem Jahr vorgenommen haben. So gibt es nun deutlich mehr Indikatoren. Die Auswirkungen des Faktors Migration sollen etwa besser berücksichtigt werden. Insgesamt sollen Länder mit unterschiedlich großer Bevölkerung besser vergleichbar sein als in den Jahren zuvor.
Der Kontinent mit dem höchsten Katastrophenrisiko ist dem Bericht zufolge Amerika, gefolgt von Asien. Europa hat im globalen Vergleich das mit Abstand niedrigste Risiko. Ein besonders großes Risiko für Natur- und Klimakatastrophen, wie zum Beispiel Erdbeben, Dürren oder Überschwemmungen, haben demnach China, Mexiko und Japan.
Von den Ländern mit der höchsten gesellschaftlichen Verwundbarkeit, also etwa durch eine schlechte Gesundheitsversorgung, liegen 13 von 15 in Afrika. An erster Stelle steht Somalia, es folgen der Tschad und der Südsudan.
Nach Angaben der Autorinnen und Autoren des Berichts hat die Digitalisierung die Katastrophenvorsorge und -bewältigung maßgeblich verändert. "Digitale Daten und Systeme erweitern die Bandbreite des Möglichen für Behörden und Hilfsorganisationen im Katastrophenfall", sagte Peter Mucke, Geschäftsführer von Bündnis Entwicklung Hilft. Allerdings entstehen dem Bericht zufolge auch neue Probleme. Um dem entgegenzuwirken, brauche es zum Beispiel technische Rechtskenntnisse und Investitionen in die Sicherheit.
H.Gonzales--AT