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Abschied von Sora: ChatGPT-Entwickler OpenAI stampft Videoapp ein
Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte US-Unternehmen OpenAI stellt seine für Endverbraucher entwickelte Video-Anwendung Sora ein und unterstreicht damit seinen zunehmenden Fokus auf Unternehmenskunden und sogenannte KI-Agenten. "Wir verabschieden uns von Sora“, teilte OpenAI am Dienstag im Onlinedienst X mit. Ein genauer Zeitplan für die Einstellung und Details dazu, wie Nutzer ihre Arbeiten sichern können, sollen demnach zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Die Einstellung der Video-App, mit der sich mithilfe von KI realistisch anmutende Videos erstellen lassen, markiert das Ende einer der meistbeachteten Markteinführungen von KI-Produkten für Endverbraucher. Zugleich erfolgt das Aus für Sora zu einem heiklen Zeitpunkt für OpenAI: Zuletzt war das Unternehmen zunehmend mit Fragen zur Tragfähigkeit seines bisherigen Geschäftsmodells konfrontiert worden, da die Kosten schneller steigen als die Einnahmen, obwohl weltweit fast eine Milliarde Menschen die Dienste des ChatGPT-Entwicklers nutzen.
Dem "Wall Street Journal" zufolge kündigte OpenAI-Chef Sam Altman den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Änderungen am Dienstag an. Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, dass die für Apps zuständige OpenAI-Managerin Fidji Simo den Beschäftigten in diesem Monat mitgeteilt habe, dass diese sich nicht von "Nebenaufgaben" ablenken lassen dürften. Außerdem skizzierte sie demnach einen Vorstoß in Richtung sogenannter KI-Agenten - also Systemen, die autonom auf Computern arbeiten können, um etwa Software zu schreiben, Daten zu analysieren oder andere Aufgaben zu übernehmen.
Dem "Hollywood Reporter" zufolge wirkt sich das Aus für Sora auch auf eine milliardenschwere Vereinbarung von OpenAI mit dem US-Unterhaltungskonzern Disney aus, die unter anderem die Lizenzierung beliebter Zeichentrickfiguren für die Erstellung von Videos beinhaltet hatte. "Wir respektieren die Entscheidung von OpenAI, sich aus dem Geschäft mit der Videogenerierung zurückzuziehen und seine Prioritäten anderweitig zu setzen", zitierte die Zeitschrift einen Disney-Sprecher.
Ch.Campbell--AT