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Auch Alonso hilft noch nicht: Bayer mit Klatsche in Frankfurt
Hinten extrem fehlerhaft, nach vorne komplett ideenlos: Auch Star-Trainer Xabi Alonso kann Bayer Leverkusen noch nicht aus dem Krisenmodus befreien. Im Duell der Champions-League-Teilnehmer verloren die Rheinländer bei Angstgegner Eintracht Frankfurt hochverdient mit 1:5 (0:1), vom Aufwärtstrend der Vorwoche war nichts zu spüren. Bei einer besseren Chancenverwertung der SGE hätte die Niederlage gar noch höher ausfallen können.
Doppelpacker Daichi Kamada (45.+5/72., jeweils Foulelfmeter), Randal Kolo Muani (58.), Jesper Lindström (65.) und der Ex-Leverkusener Lucas Alario (86.) schossen den fünften Heimsieg in Serie gegen die Werkself heraus.
Damit rückte das Team von Trainer Oliver Glasner an die Spitzengruppe der Bundesliga heran und belegt zwischenzeitlich Platz vier. Die erschreckend schwachen Leverkusener stecken dagegen weiter tief im Tabellenkeller fest, die Rheinländer rutschten auf Relegationsplatz 16 ab. Piero Hincapie (56.) gelang der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich. In der 71. Minute flog Hincapie wegen wiederholten Foulspiels per Gelb-Roter Karte allerdings vom Platz.
"Jedes Spiel einen Schritt nach vorne", hatte Alonso nach der Niederlage in der Champions League gegen den FC Porto als Motto ausgegeben. Es gehe nun darum, einen Teamspirit aufzubauen. "Wir müssen wie eine Mannschaft zusammenbleiben, auch in schwierigen Momenten", betonte der Spanier. Davon galt es in Frankfurt trotz des Fehlens von Eintracht-Abwehrchef Makoto Hasebe einige zu überstehen.
So setzte Mario Götze nach fünf Minuten einen ersten Warnschuss nur Zentimeter neben den Pfosten, dann blockte Hincapie den nach Götze-Traumpass schon allein aufs Tor zu eilenden Kolo Muani (9.) in höchster Not. Die Eintracht startete mit Kristijan Jakic als neuem zentralen Glied der Dreierkette deutlich energischer und kaufte Bayer in den Zweikämpfen den Schneid ab.
Immer wieder entstanden nach hohen Ballgewinnen gefährliche Abschlusschancen vor dem Tor von Lukas Hradecky. Jesper Lindström (13.) zielte freistehend zu zentral, Kolo Muani (28./42.) scheiterte allein vor dem Tor jeweils am Ex-Frankfurter Hradecky.
Leverkusen gelang trotz mehr Spielanteilen mit dem Ball quasi nichts, im Offensivspiel fehlten sowohl Tempo als auch Ideen. Der Lattenschuss von Jeremie Frimpong (33.) kam aus dem Nichts.
In der Nachspielzeit wurde es nach klarem Foul von Edmond Tapsoba an Lindström im Strafraum kurios. Hradecky parierte gegen Kolo Muani, verließ dabei aber zu früh die Linie. Die Wiederholung nutzte dann Kamada.
Alonso brachte zur Pause mit Nadiem Amiri und Kerem Demirbay ein neues zentrales Mittelfeld - doch das brachte nur kurzzeitig etwas Besserung.
Hincapie gelang per Flugkopfball nach einem Freistoß aus dem Halbfeld der Ausgleich, doch Kolo Muani antwortete prompt ebenfalls per Kopf. Bayer gab sich danach komplett auf, die SGE hatte nun leichtes Spiel.
T.Perez--AT