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Saisonaus für Deutschlands Top-Sprinter Ansah
Für Deutschlands Top-Sprinter Owen Ansah (Hamburg) ist die Saison verletzungsbedingt vorzeitig beendet. Damit wird der 200-m-Europameister am Sonntag auch nicht beim ISTAF in Berlin an den Start gehen können.
"Ich habe mich sehr auf den Wettkampf gefreut, aber mein Körper zeigt mir gerade, dass es Zeit ist, ihm die nötige Ruhe zu geben. Die Enttäuschung darüber ist natürlich groß", schrieb Ansah bei Instagram, ohne dabei genaue Angaben zu seiner Blessur zu machen: "Jetzt werden die Spikes erstmal beiseite gelegt und die Flip Flops rausgeholt".
Ansah hatte zuletzt bei der EM Bronze über die 100 m gewonnen, drei Tage später stürmte der 25-Jährige über 200 m zu Gold. Allerdings ist unklar, ob Ansah seine Medaillen behalten darf, da die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) für ihn wegen eines mutmaßlich verweigerten Dopingtests eine Sperre von vier Jahren fordert.
Am Donnerstag um 24.00 Uhr lief Ansahs 20-Tage-Frist aus, um den Sanktionsvorschlag der NADA zu akzeptieren oder die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beim deutschen Sportschiedsgericht (DIS) zu verlangen. Die NADA als auch Ansahs Anwalt wollten sich auf SID-Anfrage mit Blick auf das laufende Verfahren zunächst nicht zum Stand des Falles äußern.
Zuletzt hatte Ansah stets betont, gegen die drohende Sperre vorzugehen.
N.Mitchell--AT