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Abbruch in Pyrenäen: Pogacar wird der Etappensieg "verhagelt"
Selbst der dauerfröhliche Tadej Pogacar hatte die Nase gestrichen voll. Als taubeneiergroße Hagelkörner auf das Vuelta-Feld niederprasselten, fuhr der Slowene an die Spitze des Pelotons und signalisierte mit beiden Armen: Das war es für heute. Und er hatte Recht. Schieres Sauwetter in den Pyrenäen hat am Montag zum Abbruch der dritten Etappe der Spanien-Rundfahrt geführt.
Auf dem Weg zur ersten Bergankunft in Font Romeu ging bei Sturm und Niederschlag aller Art nichts mehr - durchnässte und durchfrorene Profis retteten sich in Cafés am Streckenrand. Rund zehn Kilometer vor dem Ziel war die Straße auf 1600 m Höhe weiß von Hagelkörnern. Zu diesem Zeitpunkt lagen der Italiener Lorenzo Fortunato und der Luxemburger Mats Wenzel als Ausreißer knapp vor dem Feld mit Spitzenreiter Pogacar.
Kurz darauf entschied die Jury, nicht mehr das Schlussstück bis hinauf ins Ziel auf 1941 m Höhe in Font Romeu fahren zu lassen. Ein Etappenergebnis, darauf lief die zunächst nicht bestätigte Jury-Entscheidung hinaus, kam damit nicht zustande. Pogacar bleibt damit im Roten Trikot des Gesamtführenden, das er mit dem Zeitfahrsieg am Samstag übernommen hatte. Mit dem Sieg bei der Vuelta will der Weltmeister seinen letzten noch fehlenden Titel bei den drei großen Rundfahrten gewinnen.
"Wir wollen das Rennen für das Trikot kontrollieren", hatte Pogacar beim Start gesagt: "Die Etappe ist gut für mich, aber es wird trotzdem hart." Taktisch lief alles nach Plan für ihn, er ließ sein UAE-Team hart arbeiten. Dann aber kostete ihn der Abbruch den wahrscheinlichen Etappensieg.
Auch auf der vierten Etappe am Dienstag erreicht die Vuelta noch nicht ihr Stammland Spanien. Die 104,8 km mit Start und Ziel in Andorra la Vella verlaufen weitestgehend durch den Kleinstaat Andorra, lediglich für ein kurzes Stück kehrt die Rundfahrt nach Frankreich zurück.
Die Etappe hat es mit mehr als 3000 Höhenmetern und drei Bergen der ersten Kategorie in sich, unter anderem geht es über den 2403 m hohen Port de Envalira, den höchsten Punkt dieser Vuelta.
G.P.Martin--AT