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Nach Bearman-Crash: Sicherheitsdebatte in der Formel 1
Der heftige Unfall von Oliver Bearman beim Großen Preis von Japan hat eine Sicherheitsdebatte in der Formel 1 ausgelöst. "Wir haben schon lange davor gewarnt, dass so etwas passieren könnte", sagte Williams-Pilot Carlos Sainz und forderte die Rennleitung vor dem nächsten Rennen in den USA (3. Mai) auf, dafür zu sorgen, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt: "Ich hoffe sehr, dass wir für Miami eine bessere Lösung finden werden."
In Suzuka habe Bearman Glück gehabt, dass er mit seinem Haas-Boliden dem deutlich langsamer fahrenden Franco Colapinto (Alpine) noch ausweichen konnte. "Stellen Sie sich nun vor, Sie fahren in Baku, Singapur oder Las Vegas", sagte Sainz, wo solche "Unfälle direkt neben den Mauern" stattfinden würden.
Ab dieser Saison greift ein umfassend neues technisches Reglement, unter anderem ziehen die Autos die Hälfte ihrer Energie für den Antrieb aus einer Batterie. Das nötige Elektro-Management kann dazu führen, dass die Fahrer auf der Strecke gleichzeitig mit drastisch unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind.
"Wir müssen mit diesen Autos ohne Zweifel anders racen. Wenn du die Fahrlinie wechselt, während du die Batterie auflädst, dann kreiert das gefährliche Szenarien", sagte Ferrari-Pilot Charles Leclerc.
Der Motorsport-Weltverband erklärte nach dem Rennen, dass zu diesem Thema "nach der ersten Phase der Saison eine strukturierte Überprüfung stattfinden werde". Mögliche "Anpassungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Energiemanagement, erfordern sorgfältige Simulationen und detaillierte Analysen", hieß es in der Mitteilung weiter.
Bearman hatte den Unfall ohne schwere Verletzungen überstanden, humpelte jedoch stark, als er von den Rennkommissaren von der Strecke geführt wurde. Später sagte der Brite, es gehe ihm "absolut gut". Bei der Zufahrt auf Kurve 13 war Bearman dem vor ihm fahrenden Colapinto ausgewichen, kam mit seinem Haas auf das Gras an der Strecke und krachte dann in die Streckenbegrenzung.
N.Mitchell--AT