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Skifliegen: Freitag mit deutschem Rekord bei Abbruch
Skispringerin Selina Freitag ist beim abgebrochenen zweiten Skifliegen der Saison zum deutschen Rekord geflogen. Auf dem Monsterbakken in Vikersund segelte die 24-Jährige zum Abschluss des vorletzten Weltcup-Wochenendes bereits im ersten Durchgang mit 216 Metern zur Bestmarke, ehe sie diese im später nicht beendeten zweiten Durchgang mit 227,5 Meter sogar übertraf.
Siegreich auf der größten Schanze der Welt war wie am Vortag die Norwegerin Eirin Maria Kvandal mit 231,5 m vor Weltmeisterin Nika Prevc (Slowenien) und Doppel-Olympiasiegerin Anna Odine Ström (Norwegen).
"Heute hat es wirklich richtig Spaß gemacht", jubelte Freitag im ZDF nach ihrer Weitenjagd. Nach dem ersten Sprung hatte sie Rang zehn (139,2) belegt. "Ich war bereit, ich habe es einfach durchgezogen. Am liebsten würde ich noch mal springen."
Freitag übertraf die bisherige Bestmarke von Teamkollegin Agnes Reisch vom Vortag (213,5 m), zuvor hatte die Oberwiesenthalerin den Rekord bereits für ein Jahr gehalten. Als erste Deutsche war sie im März 2025 über die magische 200-m-Marke geflogen. Auch Juliane Seyfarth (11.) erreichte im zweiten Wettkampfsprung mit 207,5 Metern eine neue persönliche Bestweite.
Reisch, die ihr den Rekord zuvor im Laufe des Wochenendes mit Sprüngen auf 208,5 m und 213,5 m für zwei Tage abgeknüpft hatte, scheiterte am Sonntag bereits im ersten Durchgang (16.) ebenso wie Katharina Schmid (17). Vom Startbalken durften am Vormittag jedoch ohnehin nur sieben Springerinnen ein zweites Mal, ehe der Wettkampf aufgrund der Windverhältnisse abgebrochen wurde.
Großen Grund zur Freude gab es bei Rekordweltmeisterin Schmid im vorletzten Wettkampf ihrer Karriere aber auch ohne einen zweiten Sprung. "Endlich, endlich", jubelte die Oberstdorferin nach ihrem Flug auf 204 Meter ausgelassen, "vier Jahre" habe sie auf die magische Marke gewartet. Zuvor stand die Bestmarke der siebenmaligen Weltmeisterin bei 198,5 aufgestellt im Jahr 2023.
A.Williams--AT