-
UN-Generaldebatte: Israel weist Macron-Äußerungen über Westjordanland als "grotesk" zurück
-
Alex Bodi und Prof. Dr. Stefan Haupt vereinbaren Kooperation für legendäre Kunstsammlung in Rumänien
-
Besuch von Papst Leo in Frankreich: Friedensbotschaft für Europa
-
Bayern-Frauen nach Dämpfer enttäuscht, aber "stolz"
-
Klopp-Debüt: ter Stegen zurück, Kimmich zentral - Treus Chance?
-
UN-Generaldebatte: Reden von Irans Präsident Peseschkian und Selenskyj erwartet
-
Außergewöhnliche Ehre: Trump empfängt Xi am Flughafen persönlich zum Staatsbesuch
-
Marokkaner wählen neues Parlament
-
Bundestag befragt Pistorius und Linnemann und berät Gesetz gegen K.O.-Tropfen
-
Trump gibt neue Gespräche zwischen USA und Iran bekannt - Witkoff "zuversichtlich"
-
Los Angeles: "Star Wars"-Museum von George Lucas öffnet seine Pforten
-
Selenskyj: Kiew zu Ende von Angriffen auf Energieanlagen bereit - bei Zusage aus Moskau
-
Trump: USA und Iran sprechen in New York drei Stunden miteinander
-
Israel: Rechtsextremist Ben Gvir will nach Wahlen Verteidigungsminister werden
-
Nach 2:0-Führung: Wamser ernüchtert die Bayern-Frauen
-
Hohe Spritpreise und Dürre: Moldau verhängt Notstand in Energie- und Wassersektor
-
Nach Tod von 15-Jährigem in Nordrhein-Westfalen: Tatverdächtige stellen sich
-
Volleyballer scheiden im EM-Viertelfinale aus
-
Erdogan: Welt muss unverzüglich mit Wiederaufbau des Gazastreifens beginnen
-
München und NRW-Städte bei deutscher Olympia-Bewerbung vorn
-
Rede vor der UNO: Trump hält Iran- und Ukraine-Abkommen für möglich
-
Erdogan: Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer sind "inakzeptabel"
-
"Demütig": Merz übt in Unionsfraktion Selbstkritik - und wirbt für Reformen
-
DOSB: Kommission sieht München dicht vor Köln/Rhein-Ruhr
-
Drohnenfund in Niedersachsen: Womöglich Sprengstoff in der Nähe entdeckt
-
EU verlängert Russland-Sanktionen um drei Jahre und streicht zwei Oligarchen von Liste
-
Trump unterzeichnet Sicherheitsabkommen mit Dänemark und Grönland
-
Pilot bei Absturz von F-16-Kampfjet auf US-Stützpunkt Spangdahlem verletzt
-
Trump ruft Mitgliedstaaten zu Abkehr von Internationalem Strafgerichtshof auf
-
EU beschließt Aufhebung von Sanktionen gegen zwei russische Oligarchen
-
Rad-WM: Deutsche Mixed-Staffel verpasst Medaille
-
Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht
-
UN-Rede: Trump kündigt Bau von zwei US-Militärstützpunkten auf Grönland an
-
Letztes Walfangunternehmen Islands kündigt Klage gegen mögliches Verbot an
-
Republikanischer US-Senator fordert Untersuchung von Hochzeitsfeier von Trumps Sohn
-
Rede vor der UNO: Trump hält Iran-Abkommen nach Kongresswahlen für möglich
-
Clan-Kontakte und Antisemitismus-Vorwürfe: Berliner Linke massiv in der Kritik
-
Wirbel um Merz-Äußerung zu Krankenkassen - SPD zufrieden, Union bremst
-
Landkreis: Ein Verletzter bei Flugzeugabsturz auf US-Stützpunkt Spangdahlem
-
Großer römischer Münzschatz auf Acker in Nordrhein-Westfalen entdeckt
-
Islamistisch motivierte Messerangriffe: Neun Jahre Jugendstrafe in Düsseldorf
-
Neue Zeitrechnung: Klopp leitet erstes Teamtraining
-
Frauenleiche in brennendem Auto in Bayern: Exmann soll 45-Jährige getötet haben
-
VGH Hessen: Kein Abschiebeverbot für Afghanen trotz schwieriger Verhältnisse
-
Guterres: USA und China sollen bei Künstlicher Intelligenz zusammenarbeiten
-
Kurz vor Fristende: EU streitet über Aufhebung von Sanktionen gegen russische Oligarchen
-
Frei mahnt rasche Reformen an - und sagt Merz Rückhalt der Fraktion zu
-
Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin eröffnet - Rekordzahl von Ausstellern
-
Autobahn für Pferd gesperrt: Polizisten unterstützen Umladen von Tier in Hessen
-
G7-Staaten fordern Ende der Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien und die Schifffahrt
Empörung in Ukraine nach Olympia-Ausschluss von Skeleton-Fahrer Heraskewytsch
Der Ausschluss des ukrainischen Athleten Wladislaw Heraskewytsch von den Olympischen Winterspielen wegen eines Gedenkhelms für im russischen Angriffskrieg getötete Sportler hat in der Ukraine für große Empörung gesorgt. Die Disqualifizierung des Skeleton-Fahrers spiele dem Aggressor Russland in die Hände, kritisierte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag in Onlinenetzwerken. Heraskewytsch erhielt viel Unterstützung in seiner Heimat. Das wichtige Nachrichtenportal "Ukrainska Pravda" stellte ein Foto von Heraskewytsch mit seinem Helm ganz nach oben auf seine Website.
Selenskyj kündigte an, den von den Winterspielen in Norditalien verbannten 27-Jährigen "für seinen selbstlosen Dienst am ukrainischen Volk, seine Zivilcourage und seinen Patriotismus bei der Verteidigung der Ideale Freiheit und demokratische Werte" mit einer staatlichen Auszeichnung zu ehren. "Wir sind stolz auf dich, Wladislaw, und auf das, was du getan hast. Mut zu haben ist mehr Wert als eine Medaille", erklärte Selenskyj.
Heraskewytsch wollte im Wettkampf einen Helm mit Porträts von ukrainischen Sportlern tragen, die seit dem Einmarsch der russischen Truppen in der Ukraine getötet wurden. Weil er trotz Warnungen des IOC an dieser Absicht festhielt, wurde er am Donnerstag disqualifiziert. Das Komitee begründete die Maßnahme mit Heraskewytschs "Weigerung, sich an die Richtlinien des IOC zur Meinungsäußerung von Athleten zu halten". Politische Meinungsäußerungen und Symbolik sind den Athleten während der olympischen Wettkämpfe verboten.
"Wladislaw ist nicht an den Start gegangen, aber er war nicht allein – er hatte die ganze Ukraine hinter sich", hieß es in einer Erklärung des Ukrainischen Olympischen Komitees. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha schrieb in Onlinenetzwerken, das IOC habe "nicht den ukrainischen Athleten disqualifiziert, sondern seinen eigenen Ruf". Der ukrainische Sportminister Matwyj Bidnyj kommentierte Heraskewytschs Olympia-Ausschluss mit den Worten: "Wladislaw, du hast in Würde gehandelt!"
Auch in der Bevölkerung der Ukraine sorgte Heraskewytschs Disqualifizierung für Entrüstung. "Schmort in der Hölle", sagte der 39-jährige IT-Manager Ilja Zachar der Nachrichtenagentur AFP unter Bezug auf das IOC. "Ich bin stolz auf die Standhaftigkeit unseres Sportlers, darauf, dass er nicht nachgegeben hat, obwohl das zu Lasten seiner sportlichen Karriere geht", fügte er hinzu.
Irina Naliwajko aus Kiew, die aus Kiew zu den Olympischen Spielen nach Italien reiste, erinnerte daran, dass die Sportler auf Heraskewytschs Helm "echte Menschen waren, die durch die russische Invasion gestorben sind".
Heraskewytsch hatte den Gedenkhelm während eines Trainings in Cortina d'Ampezzo getragen und wollte ihn auch im Wettkampf nutzen, um an den seit bald vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen sein Land und an die in dem Krieg getöteten ukrainischen Athleten zu erinnern. Nach Angaben des ukrainischen Sportministers Bidnyj wurden in der Ukraine "mehr als 650 Sportler und Trainer" in dem Krieg getötet.
IOC-Sprecher Mark Adams erklärte jedoch am Dienstag, dass der Helm gegen die Richtlinien zu "politischen Symbolen" bei den Olympischen Spiele verstoße. Nach seinen Angaben wollte das IOC aber eine Ausnahme machen und Heraskewytsch erlauben, eine schwarze Armbinde zu tragen. Das IOC habe ihm zudem angeboten, dass er den Helm unmittelbar nach dem Wettkampf im Pressebereich aufsetzen könne, erklärte das Komitee. Darauf sei der Sportler nicht eingegangen.
Das IOC gab dann am Donnerstagmorgen den Ausschluss des Sportlers bekannt. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry habe erneut mit dem 27-Jährigen gesprochen und versucht, ihn zu einem Sinneswandel zu bewegen, erklärte das IOC. Heraskewytsch sei dabei "eine letzte Chance" gegeben worden, seine Meinung zu ändern. Dies sei jedoch nicht geschehen.
Während politische Statements bei Olympia während der Wettkämpfe oder auf dem Medaillenpodest verboten sind, dürfen die Sportlerinnen und Sportler ihre politische Meinung auf Pressekonferenzen und in Onlinediensten äußern.
Heraskewytsch sagte zu seiner Disqualifizierung vor Journalisten: "Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ich gegen keine Regel verstoßen habe." Seine Disqualifizierung sei "eine Fehlinterpretation der Regeln" durch das IOC und eine "falsche" Entscheidung.
"Athleten, die sich fast in der gleichen Situation befanden, wurden anders behandelt und nicht bestraft", fuhr der Sportler fort. "Bei den Snowboard-Wettbewerben beispielsweise hat ein Athlet eine russische Flagge gezeigt. Gemäß den Vorschriften des IOC ist die russische Flagge verboten, aber dieser Athlet ist nicht bestraft worden", monierte der Skeleton-Fahrer.
Heraskewytsch war neben der Eisschnellläuferin Jelysaweta Sydorko der Fahnenträger seines Landes beim traditionellen Einlaufen der Mannschaften bei der Olympia-Eröffnung.
A.Moore--AT