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"Macht Lust auf mehr": Handballer verlassen Silkeborg
Deutschlands Silber-Handballer haben ein positives EM-Fazit gezogen und Dänemark nach knapp drei Wochen mit großen Zielen verlassen. "Wir können sehr, sehr stolz sein auf das, was wir in den vergangenen Wochen geleistet haben", sagte Rückraumspieler Julian Köster bei der Abreise am Montag aus Silkeborg. Man habe nicht Gold verloren, sondern "auf jeden Fall Silber gewonnen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft und Jungs dabei gehabt, die ihr erstes Turnier gespielt haben. Das macht Lust auf mehr."
Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason hatte ihr EM-Abenteuer am Sonntag mit einem gemütlichen Abend im Restaurant "HumleShok" ausklingen lassen. Im Turnierverlauf gab es für das junge deutsche Team, in dem elf Spieler 25 Jahre oder jünger sind, in neun Spielen sechs Siege und drei Niederlagen - zwei davon gegen den neuen EM-Champion Dänemark. Köster bezeichnete die EM als eine Bestätigung, dass Olympia-Silber 2024 "keine Überraschung, kein Ausrutscher im positiven Sinne war. Der Hunger ist nach wie vor groß, dass wir nochmal ganz oben angreifen wollen."
Das verlorene Endspiel (27:34), das 12,8 Millionen Menschen im deutschen TV verfolgten, sorgt für zusätzlichen Ansporn, bei der Heim-WM im kommenden Jahr ganz vorn zu landen. "Die Jungs können stolz sein auf das Turnier, das sie gespielt haben. Gerade die Entwicklung im Turnier hat die Leute begeistert. Das nehmen wir mit auf die Reise in Richtung Heim-WM", sagte DHB-Teammanager Benjamin Chatton, bevor der Mannschaftsbus um 11.11 Uhr vom Parkplatz des Teamhotels in Silkeborg abfuhr.
Angesprochen auf den Kabinenbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz nach dem Finale am Sonntagabend meinte Chatton: "Es war ein netter Austausch. Er hat uns zugesagt, dass er auch 2027 vorbeischauen will. Wir hoffen, dass wir ihm auch einen Anlass dazu geben und wieder das Finale erreichen und dann auch etwas Goldenes in der Hand halten können."
P.Smith--AT