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Mit Slapstick und Spielfreude: Tillman schießt Bayer weiter
Bayer Leverkusen hat seinen Play-off-Matchball in der Champions League eiskalt verwandelt. Dank eines Slapstick-Treffers und neu entdeckter Spielfreude setzte sich der deutsche Vizemeister mit 3:0 (2:0) gegen den erschreckend teilnahmslosen FC Villarreal durch und erreichte damit das Mindestziel in Europa.
Malik Tillman (12.) profitierte zunächst von einem krassen Fehler des spanischen Torhüters Arnau Tenas, dann traf der Offensivspieler (35.) sehenswert per Direktabnahme. Alejandro Grimaldo (57.) erhöhte und belohnte die Werkself für einen überlegenen Auftritt. Die Königsklassen-Reise geht weiter: Bayers Gegner in der Zwischenrunde steht am Freitag nach der Auslosung fest.
Die Vorzeichen für Leverkusen hätten kaum besser stehen können. "Klar auf Sieg" werde die Werkself spielen, betonte Trainer Kasper Hjulmand, um keinesfalls auf Schützenhilfe angewiesen zu sein. Villarreal, mit nur einem Punkt schon vor dem Anpfiff ohne Chance aufs Weiterkommen, trat dazu mit einer besseren B-Elf an.
All das spiegelte sich auf dem Platz wider. Das "Gelbe U-Boot", in La Liga auf einem starken vierten Rang, betrieb im Aufbau ein Spiel mit dem Feuer. Bayer bestrafte dies umgehend, als Tillman beherzt anlief und einen Pass von Tenas aus kurzer Distanz ins Tor blockte. Die Führung beflügelte die Rheinländer spürbar, die Verunsicherung durch den Fehlstart ins neue Jahr schien verflogen.
Was gegen überforderte Gäste fehlte, war trotz einer Vielzahl an Chancen zunächst der zweite Treffer. Für den besten Abschluss sorgte Ibrahim Maza (26.): Der Ball prallte vom Pfosten aber an Tenas' Hinterkopf und zurück an die Latte, ehe Villarreal klärte.
Einen der vielen sehenswerten Bayer-Angriffe veredelte dann abermals Tillman. Nach einer Kopfball-Ablage von Patrik Schick jagte er den Ball kompromisslos ins Netz. Leverkusens Torhüter Janis Blaswich, der erneut den verletzten Mark Flekken vertrat, sich demnächst aber einem Zweikampf mit Gladbach-Leihgabe Jonas Omlin stellen muss, blieb vor der Pause beschäftigungslos.
Im zweiten Durchgang pusteten die Leverkusener einmal tief durch: Ezequiel Fernández traf Nicolas Pépé bei einer riskanten Grätsche minimal am Fuß. Der Schiedsrichter entschied aber auf Schwalbe (56.). Bayers Antwort auf die Schrecksekunde folgte umgehend.
Für ein weiteres Highlight sorgte Grimaldo: Der Spanier nahm eine Flanke von Lucas Vázquez direkt und setzte den Ball flach ins kurze Eck. Die Rheinländer, in dieser Saison in der Königsklasse zuvor nur auswärts bei Benfica Lissabon und Manchester City erfolgreich, durften danach mehrere Gänge zurückschalten. Blaswich parierte gegen Pépé (64.), ansonsten ließ Bayer wenig zu.
R.Garcia--AT