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Straßer verpatzt Olympia-Generalprobe
Linus Straßer wollte nur noch weg. Als beim spektakulären Nachtslalom auf der Planai in Schladming die Entscheidung fiel, war er schon auf dem Heimweg. Aus im ersten Durchgang, die Generalprobe für die Olympischen Spiele verpatzt - "jetzt hau ich ab, die fahren auch ohne mich", sagte der WM-Dritte. Auch für die Vorbereitung auf Olympia hatte er schon einen klaren Plan: "Ich werde Zeit mit meinen Kindern verbringen."
Mit zu viel Mut zum Risiko war Straßer auf der eisigen Piste am drittletzten Tor aus dem Kurs gerutscht und ungebremst ins Ziel geschlittert. Danach saß er zunächst mal eine Weile auf dem Hosenboden im brodelnden Zielraum und blickte enttäuscht in den Schnee. Nur ein paar Minuten später aber hatte er sich schon wieder gefangen: "Wenn du vorne mitfahren willst, musst du All-in gehen", sagte Straßer im BR.
Er habe im unteren Streckenabschnitt noch einmal Fahrt aufnehmen wollen und deshalb "die Ski gehen lassen", berichtete der Münchner, "aber das war zu viel des Guten." Drei Tage zuvor hatte der 33-Jährige, der das "Night Race" 2022 und 2024 gewonnen hatte, mit Rang drei beim Slalom in Kitzbühel sein bestes Resultat in dieser Saison erzielt. "So eng liegen Freud und Leid im Slalom beieinander", sagte er achselzuckend.
Straßer betonte sogleich, dass er sich keine großen Sorgen mache wegen Olympia. "Ich sehe das ein bisschen wie Kitzbühel: In Kitzbühel ist es gegangen, weil es kein x-beliebiges Rennen ist, sondern das ist der eine Tag, wo du da sein willst. Und genauso sehe ich Olympia auch", sagte er: "Es interessiert nicht, was davor und danach ist, es zählt der eine Tag - und so werde ich die Sache auch angehen."
E.Rodriguez--AT