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Pleite mit zehn Mann: HSV muss weiter warten
Der Hamburger SV ist auch ins neue Jahr als Auswärts-Punktelieferant gestartet. Mit zehn Mann verlor der Aufsteiger trotz Führung zu Wiederbeginn der Fußball-Bundesliga 1:2 (0:0) beim SC Freiburg und wartet seit fast acht Jahren auf einen Erstligasieg in der Fremde. Im ersten Spiel seit dem überraschenden Rückzug von Sportvorstand Stefan Kuntz sah Daniel Elfadli die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels (51.).
Vincenzo Grifo per Foulelfmeter (53.) und der eingewechselte Igor Matanovic (83.) trafen für die Freiburger, die seit elf Pflichtspielen zu Hause ungeschlagen sind. Der HSV bleibt in der laufenden Saison das einzige Team ohne Dreier auf gegnerischem Platz. Die Norddeutschen holten auswärts bisher nur zwei von 24 möglichen Punkten. Luka Vuskovic (49.) war für den HSV erfolgreich.
"Den ersten Auswärtssieg würden wir natürlich sehr gerne mitnehmen", sagte der Hamburger Sportdirektor Claus Costa kurz vor dem Anpfiff bei Sky: "Wir rechnen uns etwas aus. Es ist der klare Plan, drei Punkte zu holen." Wie der Plan bei der Kuntz-Nachfolge aussieht, ist noch offen. Spekuliert wurde zuletzt über den früheren Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff und den österreichischen Nationaltrainer Ralf Rangnick.
Merlin Polzin richtete sein Augenmerk auf den sportlichen Bereich. "Es geht darum, den HSV in der ersten Liga zu halten", sagte der Trainer: "Da ist es mir relativ egal, wo wir die Punkte holen."
Die Hamburger, bei denen Sturm-Neuzugang Damion Downs (Leihgabe des FC Southampton) in der Startelf stand, hatten gleich in der Anfangsphase großes Glück. Der frei vor dem HSV-Tor aufgetauchte SC-Außenverteidiger Lukas Kübler traf nur die Latte (9.).
Die Gäste, bei denen Fabio Baldé, Anssi Suhonen, Rayan Philippe, Robert Glatzel und Yussuf Poulsen fehlten, kamen nicht ins Spiel. Freiburg drängte die Hamburger fast durchgehend in die Defensive. In der 19. Minute vergab Lucas Höler die nächste gute Gelegenheit für den Sport-Club. Vier Minuten später scheiterte der Angreifer erneut am Hamburger Torhüter Daniel Heuer Fernandes.
Erst gegen Ende des ersten Durchgangs wurden die Hamburger besser, die Hanseaten profitierten dabei von Fehlern der Freiburger im Aufbauspiel. Der HSV kam zu ein paar Abschlüssen, richtig gefährlich wurde es für SC-Keeper Noah Atubolu aber nicht.
Das änderte sich gleich zu Beginn der zweiten Hälfte. Nach einer Ecke von Miro Muheim war Vuskovic mit dem Kopf zu Stelle. Schiedsrichter Timo Gerach (Landau) brauchte allerdings die Torlinientechnik, um den Treffer anzuerkennen. Freiburg antwortete umgehend. Nach dem Foul von Elfadli an Höler traf Grifo vom Punkt - obwohl Heuer Fernandes seine Hand am Ball hatte.
Danach begann die Abwehrschlacht der Gäste in Unterzahl, der gebürtige Hamburger Matanovic brachte den SC dennoch in Führung.
W.Stewart--AT