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Sportminister fordern "nachvollziehbare" Olympia-Entscheidung
Die Sportministerinnen und Sportminister der Länder haben auf ihrer 52. Konferenz in Heidelberg den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) aufgefordert, im Auswahlverfahren eines Olympiabewerbers verbindliche Richtlinien zu erlassen. Der DOSB solle "alle notwendigen Maßnahmen" ergreifen, damit der Prozess "zu einer nachvollziehbaren, tragfähigen Entscheidung für das international aussichtsreichste Konzept führt", hieß es in einem Beschluss der SMK, die am Donnerstag und Freitag tagte.
Der DOSB plant, im Herbst 2026 durch die Mitgliederversammlung die Wahl eines Bewerbers zwischen den Städten München, Berlin, Hamburg und der Region Rhein-Ruhr zu treffen. Welche Maßstäbe er dafür anlegt, ist aber noch nicht klar. "Die Mitgliederversammlung 2025 (am 6. Dezember in Frankfurt; d.Red.) wird, so wie es üblich ist, als höchstes Gremium entscheiden, wie das Verfahren für 2026 aussehen wird", hatte der DOSB-Vorsitzende Otto Fricke zuletzt gesagt. Die Sportministerkonferenz erhöhte nun den Druck.
Zu den geforderten Maßnahmen gehören für die SMK "insbesondere die zeitnahe Festlegung und Veröffentlichung transparenter, objektiver Kriterien zur besten Standortauswahl sowie des geplanten Entscheidungsverfahrens und der Entscheidungsberechtigten im DOSB". Das Ziel müsse "eine geschlossene, international überzeugende Bewerbung sein, die für das gesamte Land Mehrwerte schafft".
Die SMK bekräftigte ihre Unterstützung für die Bemühungen um Olympische und Paralympische Spiele. "Die Bewerbung ist eine einmalige Chance, das Land hinter einem positiven Zukunftsprojekt zu vereinen, das auch die Stärkung des Breitensports und den Abbau von Bewegungsdefiziten in der gesellschaftlichen Breite umfasst", hieß es in dem Beschluss.
Die Länder nahmen in ihrer Erklärung neben dem DOSB auch die Bundesregierung in die Pflicht. "Nur wenn der Bund das Projekt als gesamtdeutsches Vorhaben weiterhin entschlossen unterstützt, hat es Aussicht auf Erfolg", teilte die SMK mit: "Die Sportministerkonferenz fordert die Bundesregierung auf, frühzeitig Klarheit über ihre finanzielle Beteiligung an den Kosten für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland zu schaffen."
Der Zusammenschluss der Sportministerinnen und Sportminister tagt seit 1977 mindestens einmal im Jahr und koordiniert die Sportpolitik der Bundesländer. Den Vorsitz hat 2025 und 2026 Baden-Württemberg mit Ministerin Theresa Schopper (Bündnis90/Die Grünen) inne. Der DOSB strebt eine Bewerbung beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 an.
N.Mitchell--AT