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Bayern begeistern: "Das war ein Ausrufezeichen"
Nach einer Machtdemonstration zum Auftakt war auch bei Max Eberl die gute Laune zurückgekehrt. "Mir geht es sehr gut. Wir haben eine Duftmarke gesetzt, das war ein Ausrufezeichen", sagte ein "begeisterter" Sportvorstand nach dem beeindruckenden 6:0 (3:0) seines FC Bayern gegen ein völlig überfordertes RB Leipzig. Vergessen waren vorerst die Diskussionen um die Ansage von Ehrenpräsident Uli Hoeneß, bis 1. September nur noch Spieler leihen zu dürfen.
Vielmehr sorgte das neue magische Viereck des Rekordmeisters mit Torjäger Harry Kane, Ausnahmekönner Michael Olise, Millionen-Einkauf Luis Díaz und dem eigentlich schon abgeschriebenen Serge Gnabry für große Euphorie. Eberl lobte aber auch den Rest der Mannschaft, "die unglaubliche Lust dieser Gruppe. Das ist fußballerisch außergewöhnlich, aber auch die Energie ist außergewöhnlich." Über die vielen Nebengeräusche würden sich die Stars "keine Gedanken machen. Wir haben einfach Lust."
Dies bekam RB deutlich zu spüren. Kane mit einem Hattrick (64./74./78), der überragende Olise (27./42.) und Díaz mit seiner Torpremiere in der Bundesliga (32.) zerlegten die ambitionierten Gäste in alle Einzelteile. "Ich würde mal sagen: Unsere Offensive hat geliefert. Harry ist natürlich ein super Fußballer, der auch bei den ersten drei Toren immer wieder mit dabei ist. Und dann belohnt er sich natürlich selber", würdigte Eberl die kreative Darbietung seiner starken Offensive.
"Wir wollten ein Statement senden. Ich glaube, das haben wir getan. 6:0, das nehmen wir. Wir waren überall top und effizient. Jetzt können wir uns auf die nächste Aufgabe konzentrieren", sagte Kane. Die steht schon am Mittwoch in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Drittligist Wehen Wiesbaden an. In der Liga geht es im Derby beim FC Augsburg am kommenden Samstag weiter.
Nach dem Top-Ligastart und dem Erfolg im Supercup bei Pokalsieger VfB Stuttgart (2:1) nehmen die Bayern viel Schwung mit in die kommenden Wochen. Die sehr kurze Vorbereitung nach der Klub-WM? Kein Thema. Er hasse "negativen Impact" und eine "Opferposition", hatte Trainer Vincent Kompany schon im Vorfeld verdeutlicht.
Dass es Unruhe um die Kaderplanung gibt, interessierte den Belgier auch nicht. "Für uns war es eine ganz normale Woche. Es bleibt Bayern München, es ist normal, dass viel geschrieben wird", sagte er nach dem 6:0 gelassen.
Vor der Partie hatte Präsident Herbert Hainer den Vorstoß von Hoeneß verteidigt. "Wir sind vorsichtige Kaufleute. Wir wollen auf der einen Seite natürlich den maximalen sportlichen Erfolg, aber der FC Bayern ist auch bekannt dafür, dass er wirtschaftlich unheimlich stabil ist. Wir glauben, dass wir das mit einem Leihspieler gut abdecken können", sagte er. Alles sei im Aufsichtsrat abgestimmt.
P.Smith--AT