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"Wie eine Plantage": Football-Coach Flores verklagt die NFL
Nach seiner Entlassung bei den Miami Dolphins verklagt Football-Coach Brian Flores die NFL und drei Teams wegen Diskriminierung. Die Liga sei "in gewisser Weise rassistisch getrennt und wird wie eine Plantage geführt", heißt es in der Anklageschrift: "Die 32 Teambesitzer - keiner von ihnen schwarz - profitieren erheblich von der Arbeit der NFL-Spieler, von denen 70 Prozent Schwarze sind." Die NFL wehrt sich gegen die Vorwürfe.
Flores reichte seine Klage am Dienstag an einem Bezirksgericht im Bundesstaat New York ein. "Die Besitzer schauen sich die Spiele aus ihren Luxuslogen in den Stadien an, während ihre mehrheitlich schwarzen Mitarbeiter jeden Sonntag ihren Körper aufs Spiel setzen, böse Schläge einstecken und heftige Verletzungen an Körper und Gehirn erleiden", schrieben Flores' Anwälte. Derweil würden die NFL und die Eigentümer der Teams mit dem Spektakel Millionen Dollar verdienen.
Der schwarze Coach nimmt sich neben seinem Ex-Klub auch die New York Giants und die Denver Broncos vor, bei denen er als Kandidat gehandelt worden war, den Job aber nicht bekam. Angelegt ist der Fall als Sammelklage. "Meine aufrichtige Hoffnung ist, dass sich andere anschließen, indem sie sich gegen systematischen Rassismus in der NFL stellen, um Veränderungen für kommende Generationen zu erreichen", sagte Flores (40), langjähriger Scout der New England Patriots.
Die NFL reagierte umgehend und erklärte, sich mit ihren Klubs "zutiefst" für "gerechte Beschäftigungspraktiken" einzusetzen und "weiter Fortschritte bei der Chancengleichheit in unserer Organisation" zu erzielen. "Vielfalt ist der Kern unserer Arbeit", es gebe nur wenige Themen, mit denen sich die Klubs und die Ligaführung ausgiebiger beschäftigen würden, schrieb die NFL: "Wir werden uns gegen diese unbegründeten Behauptungen wehren."
M.Robinson--AT