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Tottenham schlägt Liverpool spät - Sorgen um Bentancur
Überschattet vom medizinischen Notfall um den uruguayischen Nationalspieler Rodrigo Bentancur hat Tottenham Hotspur das Halbfinal-Hinspiel des englischen Ligapokals spät für sich entschieden. Nach dem 1:0 (0:0) über den FC Liverpool winkt den Spurs dank des Treffers von Lucas Bergvall (86.) nun das Finale, viel wichtiger war am Mittwochabend aber der Gesundheitszustand von Bentancur.
"Wir können bestätigen, dass Rodrigo bei Bewusstsein ist und sprechen kann. Er wird für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht", schrieb Tottenham in einem ersten Update noch während der Halbzeit auf der Plattform X.
Der 27-Jährige war bei einer Ecke in der sechsten Minute im Versuch eines Flugkopfballs unglücklich gefallen und regungslos auf dem Bauch liegen geblieben. In der 15. Minute wurde er nach fast zehnminütiger Behandlung von Betreuern mit einem Beatmungsbeutel um den Mund unter großem Applaus der Fans vom Feld getragen. Als er an seinem Trainer Ange Postecoglou vorbeigetragen wurde, streckte er kurz den Daumen nach oben.
Als der Ball nach dem Schock wieder rollte, gestaltete sich die Partie ganz anders als noch beim 6:3-Spektakel kurz vor Weihnachten zugunsten der Reds in der Liga. Der aus Leipzig ausgeliehene Timo Werner blieb bei den Spurs zunächst auf der Bank. Von außen sah er, wie sein Team trotz des Notfalls um Bentancur gegen den Tabellenführer der Premier League gut mitspielte und sich gar die besseren Chancen erarbeitete. Nach Werners Einwechslung (73.) traf Tottenham zweimal. Zunächst wurde der vermeintliche Treffer von Dominic Solanke durch den VAR einkassiert (77.), dann traf der Schwede Bergvall zum sportlichen Happy End für die Spurs (86.).
Das Rückspiel steigt am 6. Februar (21 Uhr) an der Anfield Road. Vorher hofft Tottenham auf gute Nachrichten von Bentancur. Im anderen Halbfinale hat Newcastle United nach einem 2:0-Sieg über den FC Arsenal gute Chancen auf den Einzug ins Endspiel.
A.Taylor--AT