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Olympia-Bewerbung: DOSB tritt in kontinuierlichen Dialog
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat bei seinen Plänen um eine Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele den nächsten Schritt gemacht. Die Delegierten stimmten auf der 21. Mitgliederversammlung am Samstag in Saarbrücken einstimmig für die Aufnahme eines sogenannten kontinuierlichen Dialogs mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Auch wenn dies erstmal gleichbedeutend mit einem unverbindlichen Austausch ist, gilt der DOSB damit als interessierte Partei und hinterlegt international seine Ambitionen.
Die ursprünglich bereits für dieses Jahr anvisierte Entscheidung über "mindestens ein finales Bewerbungskonzept" soll am 6. Dezember 2025 auf der nächsten DOSB-Mitgliederversammlung fallen. Interessenten sind weiterhin Berlin, Hamburg, Leipzig, Düsseldorf und München sowie die Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen.
Kurz vor dem Zusammentreffen am Sportcampus Saar war der Dachverband von seinem ursprünglichen Konzept mit einer Bewerbung von mehreren Städten abgewichen. Es solle stattdessen einen Hauptort geben, dazu Satelliten für bestimmte Sportarten. "Deutschland kann auch One-Village", sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert am Samstag deutlich. Man wisse vom IOC, "dass der Großteil der Athletinnen und Athleten in einem olympischen Dorf unterkommen und sich dort begegnen können soll", so der 63-Jährige weiter. Deshalb priorisiere der DOSB nun "Konzepte mit einem zentralen olympischen Dorf".
Im sogenannten kontinuierlichen Dialog mit dem IOC und insbesondere mit dem ab Juni neuen IOC-Präsidenten soll nun das Bewerbungskonzept verbessert und verfeinert werden, ohne dass dieses frühzeitig an eine bestimmte Ausgabe oder ein bestimmtes Jahr der Spiele gebunden ist.
Unterstützung gibt es aus der Politik. "Der Eintritt in den continuous Dialogue ist folgerichtig", sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser: "Die Bundesregierung steht an der Seite mit allem, was es braucht." Eine Bewerbung sei "eine große Chance für Deutschland".
W.Morales--AT