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Bahn-EM: Gold für Kluge/Reinhardt - Bronze für Frauen-Vierer
Gold für den nimmermüden Roger Kluge und seinen treuen Partner Theo Reinhardt, Bronze für den Frauen-Vierer: Die deutschen Bahnrad-Asse haben auch am zweiten Tag der EM im niederländischen Apeldoorn geglänzt.
Für den Höhepunkt aus Sicht des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) sorgten am Donnerstagabend die Ex-Weltmeister Kluge und Reinhardt, die nach München 2022 und Grenchen 2023 zum dritten Mal in Folge Europameister im Zweier-Mannschaftsfahren wurden. In einer packenden Madison-Entscheidung setzte sich das Duo mit 59 Punkten vor den Franzosen Thomas Boudat und Donavan Grondin (55) durch.
"Es war heute sicher nicht so souverän wie in München, da hatten wir mehr Spaß zum Schluss", sagte Kluge: "Wir sind jetzt fix und fertig, aber es ist unbeschreiblich, dass wir das geschafft haben. Ein historischer Sieg."
Für den Eisenhüttenstädter Kluge, der Anfang Februar 38 Jahre alt wird, war es der vierte Madison-Titel - den ersten holte er bereits 2009. Am Mittwoch hatten die deutschen Teamsprinterinnen das erste BDR-Gold in Appeldorn geholt.
Am Donnerstag fuhr zudem der Bahn-Vierer mit den drei Olympiasiegerinnen Franziska Brauße, Lisa Klein und Mieke Kröger sowie Laura Süßemilch auf das Treppchen. Das Quartett ließ im kleinen Finale Irland keine Chancen und setzte sich mit fast sieben Sekunden Vorsprung durch.
Schon bei der EM 2023 hatte das BDR-Quartett in identischer Besetzung Bronze geholt. Den letzten EM-Titel gab es 2022 in München, damals ging die Gold-Besetzung von Tokio mit Brauße, Klein, Kröger und der danach zurückgetreten Lisa Brennauer an den Start.
In Apeldoorn fuhr das deutsche Team in 4:14,768 Minuten rund zehn Sekunden langsamer als bei seinem Weltrekord in Tokio (4:04,242). Im Finale waren die Britinnen, die den BDR-Vierer im Halbfinale geschlagen hatten, in 4:15,950 Minuten langsamer als der deutsche Vierer zuvor im Bronzelauf. Gold ging an Italien (4:12,551).
In der Mannschafts-Verfolgung der Männer verlor das deutsche Quartett mit Tobias Buck-Gramcko, Felix Groß, Nicolas Heinrich und Tim Torn Teutenberg das Rennen um Bronze klar gegen Italien und belegte Rang vier. Die bislang letzte EM-Medaille für den Bahnvierer der Männer hat es 2014 in Baie-Mahault auf Guadeloupe gegeben.
Am Tag nach ihrem Auftakt-Gold im Teamsprint nahmen Lea-Sophie Friedrich und Emma Hinze im Einzelspurt Kurs auf die nächsten deutschen Medaillen. Titelverteidigerin Friedrich und ihre Vorgängerin Hinze überstanden am Donnerstag die ersten vier Runden und stehen damit im Halbfinale am Freitag - am gleichen Tag fällt auch die Entscheidung in der Königsdisziplin.
Friedrich setzte sich im Viertelfinale souverän in zwei Läufen gegen die Niederländerin Hetty van de Wouw durch. Hinze musste gegen die britische EM-Dritte Sophie Capewell in den Entscheidungslauf, war dort aber die stärkere Fahrerin. Im Halbfinale gehen sich die beiden Deutschen aus dem Weg, ein Gold-Duell zwischen Friedrich und Hinze ist damit möglich.
H.Gonzales--AT