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Nach Gully-Drama: Ferrari dominiert nächtliches Training
Ferrari hat den verzögerten Auftakt zum Großen Preis von Las Vegas dominiert und mitten in der Nacht Hoffnung auf etwas Abwechslung auf dem Siegerpodest der Formel 1 genährt. Charles Leclerc (Monaco) fuhr im zweiten freien Training auf dem neuen Stadtkurs in 1:35,265 Minuten die beste Runde und verwies seinen Teamkollegen Carlos Sainz (+0,5) deutlich auf den zweiten Rang.
Der Spanier hatte im ersten Training noch unfreiwillig im Mittelpunkt gestanden, als sein Ferrari von einem losen Gullydeckel getroffen und schwer beschädigt wurde. Die Session wurde daraufhin abgebrochen. Erst sechs Stunden später, um 2.30 Uhr in der Nacht, fand nach eiligen Arbeiten an den übrigen Kanaldeckeln das zweite Training statt.
Weltmeister Max Verstappen hatte in seinem Red Bull dagegen Probleme auf dem rutschigen Asphalt und landete nur auf dem sechsten Platz - noch hinter Fernando Alonso im Aston Martin, seinem Teamkollegen Sergio Perez und auch hinter Valtteri Bottas im Alfa Romeo. Nico Hülkenberg erreichte im Haas einen guten siebten Platz.
Im Qualifying am Samstagmorgen deutscher Zeit (9.00 Uhr/Sky) wird Sainz auch mit einer starken Leistung keinen Spitzenplatz erobern können: Nach dem Vorfall musste an seinem Auto der dritte Energiespeicher der Saison eingebaut werden, dies zieht eine Rückversetzung in der Startaufstellung um zehn Plätze nach sich. Die Stewards räumten "unglückliche und ungewöhnliche Umstände" ein, konnten aber keine Ausnahme machen.
W.Nelson--AT