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Alcaraz arbeitet sich ins Achtelfinale - Auch Sinner weiter
Carlos Alcaraz hat auf seinem Weg zur Titelverteidigung bei den US Open erstmals härtere Arbeit verrichten müssen - steht aber dennoch im Achtelfinale. Der Spanier gewann am Samstag ein hochklassiges Drittrundenmatch gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Briten Daniel Evans mit 6:2, 6:3, 4:6 und 6:3.
Erstmals im Turnierverlauf musste die Nummer eins der Welt damit einen Satz abgeben, 3:13 Stunden benötigte Alcaraz am Ende für diesen Arbeitssieg. "Er ist ein komplizierter Gegner, wir passen gut zusammen. Wenn wir gegeneinander spielen, dann ist das eine Show, dann gefällt das den Leuten", sagte Alcaraz.
In der Runde der letzten 16 bekommt er es nun mit dem ungesetzten Matteo Arnaldi aus Italien zu tun, der Evans' Landsmann Cameron Norrie (Nr. 16) in drei Sätzen schlug. Platz eins in der Weltrangliste wird Alcaraz nach den US Open auf jeden Fall wieder an Novak Djokovic verlieren, auf den Serben kann er erst im Finale treffen.
Im Viertelfinale könnte es dagegen schon zum Rematch des epischen Vorjahresduells gegen den italienischen Weltranglistensechsten Jannik Sinner kommen. Der 22-Jährige setzte sich gegen den früheren Turniersieger Stan Wawrinka (Schweiz) mit 6:2, 2:6, 6:4, 6:2 durch und zog zum dritten Mal in Folge in die Runde der letzten 16 in New York ein. Im Vorjahr hatten sich Sinner und Alcaraz im Viertelfinale einen über fünfstündigen Fünf-Satz-Krimi geliefert.
Wawrinka verpasste es unterdessen, als ältester Mann seit Jimmy Connors vor 32 Jahren ins Achtelfinale in Flushing Meadows einzuziehen.
Alcaraz' Sieg am Samstag geriet zwar nicht wirklich in Gefahr, die Fans im Arthur Ashe Stadium bekamen dennoch ein höchst unterhaltsames Match zu sehen - auch, weil Evans sich nach Kräften wehrte.
An Nummer 26 gesetzt schenkte der Außenseiter keine Spiele her, exemplarisch waren zwei endlos lange Ballwechsel im zweiten und dritten Satz: Nicht nur der Spanier brillierte technisch, Evans wusste dagegenzuhalten und erlief zudem zahlreiche Bälle. Im dritten Durchgang holte er so das Break zum 4:3 - es war der Grundstein zum Satzgewinn. Die rund 23.000 Fans belohnten beide Spieler immer wieder mit Standing Ovations.
W.Morales--AT