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"Coach, der nach den Sternen greift": Iisalo verlässt Bonn
Erfolgstrainer Tuomas Iisalo verlässt die Telekom Baskets Bonn nach zwei Jahren. Wie der Klub am Mittwoch bekannt gab, wird der Finne vom Champions-League-Sieger in Richtung eines nicht genannten Euroleague-Teilnehmers wechseln. "Wir haben diese Entscheidung getroffen, um unserer Familie Stabilität zu bieten, aber auch aus sportlichen Gründen", sagte Iisalo in der Mitteilung des Basketball-Vizemeisters.
"Die Würfel waren recht früh gefallen, und ich denke, Tuomas ist ein ehrgeiziger Headcoach, der nach den Sternen greift. Eine Euroleague-Perspektive können wir ihm jedenfalls wirtschaftlich nicht bieten, und es ist eben sein Traum, seine Konzepte einmal in der höchsten europäischen Liga zu testen", sagte Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich. Man müsse sich zudem "immer wieder aufs Neue bewusst machen, dass wir uns im Profisport bewegen, dessen Marktgesetze nie eine Pause machen".
Iisalo hatte in Bonn zur Saison 2021/2022 übernommen und den Klub im Mai in der Champions League zum ersten Titel der Vereinsgeschichte geführt. Auch in der Bundesliga hatten die Rheinländer als bestes Team der Hauptrunde überzeugt, wurden erst im Finale von Überraschungsmeister ratiopharm Ulm gestoppt (1:3). Iisalo wurde wie schon in der Vorsaison zum Trainer des Jahres gewählt und erhielt dieselbe Auszeichnung auch in der Königsklasse.
Nach der verlorenen Finalserie gegen Ulm hatte der 40-Jährige seine Zukunft zunächst noch offengelassen. "Jetzt will ich mit den Jungs die Zeit genießen, und dann können wir immer noch über die Zukunft sprechen", sagte Iisalo nach dem entscheidenden vierten Spiel: "Ich werde fünf Bier im Hotel trinken, dann werden wir sehen."
Nun folgte die Trennung. "Ich glaube nicht, dass irgendjemand auch nur davon träumen konnte, was wir in diesen zwei Jahren gemeinsam erreicht haben. Wir haben in mehrfacher Hinsicht Klubgeschichte geschrieben und dabei den ersten Klubtitel gewonnen", sagte Iisalo: "Ich weiß, dass der Verein in guten Händen ist, und ich bin sehr stolz darauf, ihn in einer besseren Position zu verlassen, als er bei unserer Ankunft war."
N.Walker--AT