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DFB-Finanzsorgen wachsen: Campus 30 Millionen Euro teurer
Der Neubau des im vergangenen Jahr eröffneten Campus in Frankfurt/Main reißt ein noch größeres Loch als erwartet in die Kasse des ohnehin finanziell angeschlagenen Deutschen Fußball-Bundes (DFB). DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald bestätigte dem ZDF Mehrkosten in Höhe von 30 Millionen Euro.
"Wenn Sie davon sprechen, was insgesamt der Campus gekostet hat, dann sind das nicht die 150 Millionen Euro, sondern wir werden – vorbehaltlich der Schlussrechnung – in den Büchern rund 180 Millionen Euro bilanzieren", sagte Grunwald.
Zudem sind die laufenden Kosten für die neue DFB-Zentrale höher als erwartet. "Wir haben Aufwendungen von 18 bis 18,5 Millionen Euro im Jahr", betonte Grunwald. Das deckt sich ziemlich genau mit der Summe, die dem 38-Jährigen hinsichtlich der wirtschaftlichen Gesamtsituation große Sorgen bereitet: "Wir haben ein strukturelles Defizit von 19,5 Millionen Euro. Das ist die Summe, die wir dauerhaft mehr ausgeben, als wir einnehmen."
Angesichts der schwierigen Finanzlage, der Aberkennung der Gemeinnützigkeit für zwei Jahre und der notwendigen Bildung von Rückstellungen wegen offener Steuerfragen hatte DFB-Präsident Bernd Neuendorf bereits zuletzt im SID-Interview einen harten Sparkurs angekündigt: "Alles steht auf dem Prüfstand."
Für Erleichterung könnte der neue Grundlagenvertrag mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) sorgen. Laut dem ZDF soll dabei ein Plus von 25 statt bisher sechs Millionen Euro pro Jahr für den DFB stehen. Die Verhandlungen zwischen dem DFB und dem Profifußball stehen vor dem Abschluss.
D.Lopez--AT