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Unions CL-Teilnahme in Gefahr - TSG so gut wie gerettet
Union Berlin muss wieder verstärkt um seine erste Teilnahme an der Champions League bangen. Die Eisernen verloren am vorletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga 2:4 (1:2) bei der TSG Hoffenheim. Durch die Niederlage liegt Union nur noch aufgrund der besseren Tordifferenz vor dem Tabellenfünften SC Freiburg.
Ihlas Bebou (22.), Andrej Kramaric (36./Foulelfmeter, 90.) und Munas Dabbur (90.+9) trafen für die Hoffenheimer, die den Klassenerhalt damit praktisch perfekt gemacht haben. Die Tore von Danilho Doekhi (45.+4) und Aissa Laidouni (90.+5) reichten nicht für Berlin. Mit einem Sieg am letzten Spieltag gegen Werder Bremen können sich Köpenicker dennoch als 15. deutscher Verein der Historie für die Champions League qualifizieren.
"Ich stelle mich auf einen sehr harten Fight ein", sagte Berlins Trainer Urs Fischer kurz vor dem Anpfiff bei Sky: "Es gilt, diesen Kampf anzunehmen. Das wird ein ganz wichtiger Punkt sein im Spiel."
Vor 30.150 Zuschauern in Sinsheim musste die Partie gleich zu Beginn für mehrere Minuten unterbrochen werden, weil TSG-Fans die Arena per Pyrotechnik in Rauch hüllten.
Als wieder einigermaßen klare Sicht herrschte, bewahrheitete sich Fischers Prophezeiung - Kampf war Trumpf. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, spielerische Höhepunkte waren Mangelware, auf Torchancen warteten die Zuschauer in den ersten 20 Minuten vergebens.
Das änderte sich nach einem groben Schnitzer des Berliner Abwehrchefs Diogo Leite. Bebou ließ sich nicht zweimal bitten und brachte die TSG dank der "Vorarbeit" Leites, dessen geplante Rückgabe per Kopf völlig missglückte, in Führung.
Nach dem Rückstand erhöhten die Gäste, bei denen der erkrankte Robin Knoche und Andras Schäfer fehlten, deutlich die Schlagzahl. Rani Khedira sorgte aus der Distanz erstmals für Gefahr vor dem Hoffenheimer Gehäuse (30.).
Das nächste Tor fiel aber erneut auf der Gegenseite, Kramaric traf vom Punkt. Zuvor hatte Leite den Österreicher Christoph Baumgartner gefoult - das jedenfalls erkannte Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle), dessen Pfeife zunächst stumm geblieben war, beim Videostudium.
Die Kraichgauer, die ohne Pavel Kaderabek, Kevin Vogt und Robert Skov sowie den gesperrten Stanley Nsoki auskommen mussten, brachten die Zwei-Tore-Führung aber nicht in die Pause. Nach einer Ecke von Kapitän Christopher Trimmel war Doekhi in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit dem Kopf zur Stelle.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs verstärkten die Berliner ihre Offensivbemühungen, Sheraldo Becker hatte zweimal den Ausgleich auf dem Fuß (54. und 64.). Hoffenheim aber erhöhte auf 3:1. Union versuchte trotzdem noch einmal alles.
F.Wilson--AT