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Fußball-EM 2024: Berlin erwartet höhere Ausgaben
Etwas mehr als ein Jahr vor Beginn der Fußball-EM 2024 in Deutschland (14. Juni bis 14. Juli) beschäftigen am Spiel- und Finalort Berlin die Kosten des Spektakels die Politik. Auf Nachfragen im Abgeordnetenhaus sagte die Sportverwaltung des Senats bereits eine Steigerung der veranschlagten Ausgaben auf 64,6 Millionen Euro voraus. Das berichtete die Berliner Morgenpost. Bisher sind 61 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln für organisatorische Aufgaben in den Haushalt eingestellt.
Berlin ist während des ersten EM-Turniers in Deutschland seit 1988 ein zentraler Schauplatz. Die Hauptstadt wird Austragungsort von drei Vorrundenspielen, jeweils eines Achtel- und Viertelfinals sowie des Endspiels sein.
Zum Berliner EM-Programm sollen auch viele Angebote für Fans gehören. Dabei sollen die erwartet 1,5 Millionen Fans aus ganz Europa erneut auf einer Fanmeile vom Brandenburger Tor über die gesamte Straße des 17. Juni feiern können. Auf dem Platz der Republik vor dem Reichstag ist darüber hinaus für den EM-Zeitraum der Aufbau eines Fußball-Dorfes als weitere Begegnungsstätte geplant.
Laut Sportverwaltung sind die prognostizierten Mehrausgaben nicht auf Fehlkalkulationen zurückzuführen. Vielmehr seien allgemeine Preissteigerungen der Grund für den erwarteten Anstieg der Kosten um fast sechs Prozent.
Andererseits geht der Senat auch weiterhin von höheren Einnahmen als Ausgaben im Zusammenhang mit der ersten Fußball-Großveranstaltung auf deutschem Boden nach dem WM-Sommermärchen von 2006 aus. Abhängig von der Attraktivität der fünf EM-Spiele neben dem Finale rechnet der Senat mit einer Wertschöpfung zwischen 30 und 50 Millionen Euro pro Spieltag.
"Die drittgrößte Sportveranstaltung der Welt", heißt es in einem Bericht zum Stand der Vorbereitungen, "wird erfahrungsgemäß eine hohe ökonomische Wertschöpfung erzielen sowie zu einer enormen Image- und Kommunikationswirkung für das Land Berlin führen".
W.Nelson--AT