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Ausstehendes Doping-Gutachten: Kritik an Ullrich
Frank Ullrich, der Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, steht wegen eines ausstehenden Gutachtens zu seiner möglichen Dopingvergangenheit erneut in der Kritik. "Natürlich habe ich mich schlau gemacht und erfahren, dass dieses Gutachten nie in Auftrag gegeben worden ist. Ich finde es höchst respektlos gegenüber seinen Abgeordnetenkollegen und mehr als beschämend gegenüber den Opfern, dass er dies bis heute nicht getan hat", sagte Evelyn Zupke, die SED-Opferbeauftragte der Bundesregierung, der ARD-Dopingredaktion.
Nachdem Ullrich Ende 2021 den Vorsitz des Sportausschusses übernommen hatte, waren erneut Fragen zu seiner Laufbahn in der DDR aufgekommen. Zuvor hatten Zeugen berichtet, dass der heutige SPD-Politiker ins Doping-System der DDR verwickelt gewesen sein soll, was der Biathlon-Olympiasieger von 1980 bestreitet.
Im Mai 2022 hatte Ullrich, der einst auch Bundestrainer der Biathleten und Langläufer gewesen war, der Erstellung eines Gutachtens zugestimmt. Ullrich hatte dem Deutschlandfunk im April 2023 gesagt, er suche nach einer "geeigneten Person, die ein Gutachten unter der Einbeziehung der Aktenlage erstellen kann". Der ARD-Dopingredaktion teilte der 65-Jährige nun mit: "Es befindet sich alles in Arbeit."
M.White--AT