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Heim-EM: Neuendorf fordert größere Unterstützung der Politik
Auf dem Weg zu einer erfolgreichen Heim-EM 2024 erhofft sich DFB-Präsident Bernd Neuendorf deutlich mehr Unterstützung aus der Politik. "Im Vergleich zur WM 2006 ist es aus meiner Sicht nicht ausreichend, was bislang passiert. Die Bundesregierung, aber auch die Länder verkennen ein Stück weit die Chance, die mit dem Turnier einhergeht", sagte der 61-Jährige im SID-Interview.
Die Erwartungen mit Blick auf die EURO im eigenen Land an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Europäische Fußball-Union (UEFA) seien hoch. "Aber ich glaube, dass auch die Politik die Aufgabe hat, das Turnier noch stärker in den Blick zu nehmen, indem man spannende Veranstaltungen plant und Initiativen ergreift", sagte Neuendorf. Es komme "nicht so häufig vor, dass man ein solches Turnier im eigenen Land hat". Eine bessere Gelegenheit "für unser Land und seine Vorzüge zu werben", gebe es kaum.
Auch finanziell sieht der DFB-Chef noch Luft nach oben. Im Haushalt für die Kultur- und Medienpolitik seien bislang "13,2 Millionen Euro für dieses Sportgroßereignis vorgesehen", sagte Neuendorf: "Das ist - vorsichtig formuliert - überschaubar. Wir haben verschiedene Projekte in der Pipeline, die würden wir gerne umsetzen, dafür braucht es aber auch die Unterstützung."
Millionen Menschen würden während des Turniers vom 14. Juni bis zum 14. Juli im kommenden Jahr im Land sein, Milliarden dazu an den Bildschirmen, betonte Neuendorf. "Wir sind ein toller Wirtschaftsstandort, wir sind ein kulturell reiches, ein tolerantes, vielfältiges und demokratisches Land. Das sollte bei der EM ebenfalls zum Ausdruck kommen." Dabei sehe er "die Verantwortung eben nicht allein bei den Fußballverbänden".
R.Chavez--AT