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DFB-Präsident Neuendorf: EM 2024 eine "großartige Chance"
DFB-Präsident Bernd Neuendorf will nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Katar alle Kräfte für die Heim-EM 2024 bündeln. "Mit der EURO 2024 haben wir eine großartige Chance vor Augen - die wir nicht verpassen dürfen", schrieb Neuendorf in seinem Weihnachtsgruß auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes. Aus der Erfahrung der WM von Katar werde man "gemeinsam die richtigen und nötigen Schlüsse ziehen".
Neuendorf kündigte an "die vor uns liegenden Aufgaben seriös und strukturiert" anzugehen: "Selbstkritisch und ergebnisoffen, aber voller Motivation und Zuversicht." Bei der EM 2024, so Neuendorf, wolle man "eine junge, begeisternde und hoffentlich erfolgreiche Mannschaft in das Turnier schicken, hinter der sich wieder ganz Deutschland versammelt, wie es unser Bundestrainer angekündigt hat".
Dass dieser Bundestrainer auch weiterhin Hansi Flick heißt, begrüßt Neuendorf ausdrücklich. "Ich bin sehr froh, dass Hansi Flick zusammen mit seinem Trainerteam den Weg der Nationalmannschaft zur Heim-EM weitergeht", schrieb der 61-Jährige: "Wir sind von seinem Führungsstil, seiner Vorstellung vom Fußball, seiner Leidenschaft und positiven Energie für eine erfolgreiche Europameisterschaft absolut überzeugt."
Dass Oliver Bierhoff nach der WM als Geschäftsführer Nationalmannschaften und Akademie aufgehört habe, "dass er im Moment des Ausscheidens Verantwortung übernommen hat", zeuge laut Neuendorf von Größe: "Oliver Bierhoff hat in 18 Jahren in Diensten des DFB herausragende Erfolge vorzuweisen, er hat den DFB geprägt, nicht nur mit seiner kühnen Vision eines deutschen Fußball-Leistungszentrums, dem DFB-Campus. Wir sind ihm sehr dankbar, dass aus dieser Vision inzwischen Realität geworden ist."
Der Frauen-Nationalmannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg traut Neuendorf bei der WM im Sommer 2023 in Australien und Neuseeland zu, um den Titel mitzuspielen. Das Team habe bei der EM in diesem Jahr in England "ein ganzes Land begeistert" und "beim Endspiel in Wembley fast 20 Millionen Menschen in Deutschland vor die Fernsehgeräte gelockt".
Zudem habe die Nationalmannschaft eine neue Begeisterung für die Frauen-Bundesliga entfacht, "die so viele Menschen in die Stadien zieht wie nie zuvor. Es ist großartig, dass die höchste Spielklasse der Frauen endlich die Aufmerksamkeit erfährt, die ihr schon lange zusteht, und darüber hinaus neue Erlöse generiert, durch die die Arbeit in Zukunft weiter professionalisiert werden kann", schrieb Neuendorf.
A.O.Scott--AT