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IAB schätzt Beschäftigungsquote von Ukrainern auf bis zu 15 Prozent
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesarbeitsagentur für Arbeit geht von einer Beschäftigungsquote geflüchteter Ukrainerinnen und Ukrainer von bis zu 15 Prozent aus. "Bis Juli ist die Beschäftigung der Ukrainer um knapp 60.000 Personen gestiegen, das entspricht einem Anteil von rund zehn Prozent an dem Zuwachs der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter", sagte der IAB-Verantwortliche Herbert Brücker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwochsausgaben). "Aufgrund der Rückzüge dürfte die tatsächliche Beschäftigungsquote bei zwölf bis 15 Prozent gelegen haben."
Der Leiter des Forschungsbereichs Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung wies dabei auf die unterschiedlichen Ausgangslagen von Kriegsgeflüchteten im Vergleich zu Arbeitsmigranten hin. "Bei Geflüchteten dauert die Integration in den Arbeitsmarkt in der Regel etwas länger als bei Arbeitsmigranten, weil sie ja vor der Flucht nicht bereits einen Arbeitsvertrag in Deutschland hatten", sagte er dem RND. Hinzu komme, dass viele Frauen alleine mit minderjährigen Kindern einträfen, die Betreuung benötigten.
Dennoch sei die Arbeitsmarktintegration bei Ukrainern leicht erhöht, sagte Brücker. Ein Faktor ist, dass sie direkt nach Ankunft in Deutschland arbeiten dürfen. Brücker geht zudem von einem hohen Akademisierungsgrad aus: "Wir schätzen, dass mehr als die Hälfte einen akademischen Abschluss haben", sagte er.
W.Stewart--AT