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Linken-Chef Pantisano: BSW ist "gescheitert"
Linken-Chef Luigi Pantisano sieht das BSW nach dem Austritt mehrerer Landtagsabgeordneter in Thüringen als "gescheitert" an. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht habe für ihre Parteigründung vor genau drei Jahren ihren Austritt aus der Linken erklärt, sagte Pantisano am Freitag in Dessau. "Drei Jahre später können wir sagen, das Projekt von Sarah Wagenknecht, eine eigene Partei zu gründen, ist gescheitert."
"Sie selbst als Person, als Politikerin ist gescheitert", fügte Pantisano hinzu. "Sie verursacht dort, wo sie Dinge anfasst, Chaos und hinterlässt verbrannte Erde." Der Linken-Chef nannte das BSW "eine Zombie-Partei, die eigentlich keinen Inhalt mehr hat, sondern nur eine Hülle ist".
Pantisano rief dazu auf, bei den anstehenden Landtagswahlen nicht das BSW zu wählen. Eine Stimme für die Wagenknecht-Partei sei verschenkt, betonte er.
Zehn Abgeordnete der Thüringer BSW-Landtagsfraktion um die bisherige Landeschefin Katja Wolf hatten am Freitag ihren Parteiaustritt erklärt. Sie begründeten dies vor allem mit der Einmischung der Bundespartei-Spitze um Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD. Zuvor waren bereits drei andere BSW-Landtagsabgeordnete aus Partei und Fraktion sowie ein weiterer Abgeordneter aus der Partei ausgetreten.
Am Sonntag wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Das BSW wird in den Umfragen bei etwa vier Prozent gesehen und würde damit den erstmaligen Einzug in den Landtag verpassen.
Die Linken-Bundestagsfraktion kam am Donnerstag und Freitag zu ihrer Klausur in Dessau zusammen. Dabei wurden mehrere Beschlüsse gefasst, unter anderem zur Finanzierung des Sozialstaats und für ein "bezahlbares Leben auf dem Land". Die öffentliche Daseinsversorgung müsse endlich wieder gestärkt werden, sagte Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek dazu.
K.Hill--AT