-
Mehr als eine Million Ausländer in Spanien stellen Antrag auf Aufenthaltstitel
-
Frust über deutsches WM-Aus: Fan zerstört Fernseher vor Bar in Bremerhaven
-
Paketbombe in Monaco: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordversuchs
-
Termine gegen Bezahlung: Anklage gegen Mitarbeiterin von Berliner Einwanderungsamt
-
Hakenkreuz an queerem Zentrum in Mönchengladbach: Drei Verdächtige ermittelt
-
Mann mit Nagelschere getötet: Dauerhafte Unterbringung in Niedersachsen
-
Erträge aus Rundfunkbeitrag 2025 leicht gesunken
-
Bauministerin Hubertz will mit Förderung von Gewerbeumbau Wohnungsnot lindern
-
Arbeitslosigkeit stagniert im Juni weitgehend - nur schwache Frühjahrsbelebung
-
Vor Koalitionsausschuss: SPD-Linke dringen auf höhere Belastung von Superreichen
-
Studie: Rechenzentren noch klimaschädlicher als gedacht
-
Zahl von Waldbränden 2025 mehr als verdoppelt - Fläche von über 3600 Fußballfeldern
-
EU-Stahlzölle: Wichtigste Handelspartner bekommen Vorzugsbehandlung
-
Studie: Reform von Einkommensteuer würde große Haushaltslöcher verursachen
-
18-Jähriger nach Tötung von Bruder in Kassel festgenommen - weitere Verletzte
-
Anlage zur Kühlung nur in 14,5 Prozent der neuen Pflegeheime
-
Satellitendaten: Mehr als 58.000 Gebäude in Venezuela beschädigt oder zerstört
-
Verfassungsschutz sieht Deutschland durch Angriffe von innen und außen unter Druck
-
Verdi-Befragung: Viele Beschäftigte in Jobcentern sind überlastet
-
"Ja": Neuer bestätigt erneuten DFB-Abschied
-
Tödlicher Unfall auf Baustelle in Hamburg: Arbeiter von Radlader erfasst
-
Umfrage: Mehr als ein Viertel informiert sich online über Krankheiten
-
Ukrainischer Oligarch durch Paketbombe in Monaco verletzt - Polizei sucht Täter
-
Umfrage: Jeder Fünfte wünscht sich KI-Unterstützung für Fußballbundestrainer
-
"Irrwitzig!" Klinsmann rechnet mit DFB-Elf ab
-
Offenbar "Krieg des Terrors" in Rumänien geplant: Rumäne in Deutschland festgenommen
-
Arbeitslosigkeit stagniert im Juni weitgehend
-
Umfrage: Bundeskanzler Merz zählt weiter zu unbeliebtesten Politikern
-
Bayern: Geldstrafe für früheren Gerichtspräsidenten wegen sexueller Belästigung
-
Justizministerin Hubig plant Preisobergrenze auf dem Zweitmarkt für Tickets
-
Iran-Abkommen: Wadephul pocht auf freie Schiffspassage durch Straße von Hormus
-
Studie: Fußballturniere haben positiven Einfluss auf Gesellschaft
-
CDU-Politiker Lechner rät zu Verschiebung der Steuerreform auf nächstes Jahr
-
Bundestrainer Klopp? "Nicht mein Thema"
-
Matthäus: "Kenne ich von 1994"
-
Ukrainischer Oligarch bei mutmaßlichem Anschlag im Fürstentum Monaco verletzt
-
Trotz Gakpo-Tor: Niederlande verpassen Achtelfinale
-
Nach deutschem WM-Aus Trost vom Kanzler - ausgelassene Feiern in Paraguay
-
"Zusätzliche Belastung": Getränkehersteller gegen geplante Zuckersteuer
-
Mehrheit sorgt sich um öffentlichen Einfluss sozialer Medien - Verzicht kaum Thema
-
US-Militär: Hafen im vom Erdbeben zerstörten La Guaira wieder in Betrieb
-
Dobrindt und Selen stellen Verfassungsschutzbericht vor
-
Pistorius besucht Deutsch-Niederländisches Korps in Estland
-
Wadephul nimmt an Mercosur-Gipfel in Paraguay teil
-
Nach WM-Aus Trost vom Kanzler: "Wir sind stolz auf euch"
-
Chinesischer Milliardär wegen Finanzbetrugs in New York zu 30 Jahren Haft verurteilt
-
Klopp mauert: "Das ist nicht der Moment"
-
Wahlbehörde in Peru erklärt Keiko Fujimori zur Siegerin der Präsidentenwahl
-
Nach WM-Aus: Nagelsmann will weitermachen
-
Klopp entsetzt: "Wir haben nicht funktioniert"
Von "Winter der Hausforderungen" bis "Irrsinn" - Hitzige Generaldebatte im Bundestag
Ist Deutschland gut vorbereitet auf den "Winter der Herausforderungen"? Oder ist die Regierung "weit davon entfernt, sachgerechte Antworten" darauf zu geben? In der Generaldebatte im Bundestag gingen die Meinungen am Mittwoch weit auseinander - insbesondere Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) gingen einander scharf an. Breiten Raum nahm die Frage des künftigen Umgangs mit der Atomkraft ein.
Merz räumte ein, das am Wochenende beschlossene dritte Entlastungspaket der Koalition enthalte einige gute Ansätze. Es sei aber letztlich nur "ein Sammelsurium an Kompromissen auf dem Niveau des kleinsten gemeinsamen Nenners", urteilte der CDU-Vorsitzende. Die Regierung sei "weit davon entfernt, sachgerechte Antworten auf diese gewaltigen Herausforderungen zu geben, vor denen wir stehen".
Scholz hielt in einer ungewöhnlich energischen Rede dagegen. "Sie reden einfach am Thema und an den Problemen dieses Landes vorbei", rief er Merz zu. "Und wenn andere die Probleme lösen, die sie noch nicht mal erkannt haben, dann reden sie auch noch drumrum."
Es werde sicherlich "ein Winter der Herausforderungen", sagte Scholz. Aber die Bundesregierung habe dafür gesorgt, dass Deutschland gut vorbereitet sei. "Wir kommen wohl durch." In schweren Zeiten "wächst unser Land über sich selbst hinaus". Die Bundesregierung werde "niemanden alleine lassen mit seinen Herausforderungen".
Scholz verteidigte auch den Plan von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), zwei der drei noch laufenden deutschen Atomkraftwerke bis zum nächsten Frühjahr in einer Notreserve zu halten, "damit es niemals einen Strommangel in Deutschland gibt". Merz forderte hingegen, alle drei Meiler drei bis vier Jahre weiterlaufen zu lassen. "Wir sind mitten drin in einem massiven Stromproblem in diesem Land", warnte er. "Stoppen Sie diesen Irrsinn", rief Merz dem Kanzler mit Blick auf Habecks Plan zu.
AfD-Fraktionschef Alice Weidel forderte neben einer Laufzeitverlängerung und der Reaktivierung abgeschalteter Meiler sogar den Neubau von Atomkraftwerken. Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann beklagte daraufhin, "kaum eine Debatte wird so faktenfrei geführt wie diese". Der kürzlich abgeschlossene Stresstest der Stromversorgung rechtfertige keine Laufzeitverlängerung. Auch gebe es auf Fragen etwa nach einem atomaren Endlager "keine Antwort".
Für eine Laufzeitverlängerung ist auch die FDP, in der Bundestagsdebatte sprach Fraktionschef Christian Dürr das Thema aber nicht an. Er attackierte stattdessen Vorschläge der Union zu Strom- und Gaspreisdeckeln. "Ökonomisch sind Sie gerade auf der Fehlspur", urteilte Dürr und verteidigte die Entlastungspläne der Regierung.
"Wir versuchen alles. Wir geben alles", sagte auch Haßelmann über die Krisenbewältigung der Regierung. Die Regierung sei "längst nicht am Ende mit diesen Unterstützungspaketen".
Die Linksfraktion kritisierte die bisher vereinbarten Entlastungen als unzureichend. Die drei Pakete machten mit rund 96 Milliarden noch immer weniger aus als das Sondervermögen für die Bundeswehr, sagte Fraktionschefin Amira Mohamed Ali. "Die Bürger werden weiter von Ihrer Politik abgehängt."
Die Generaldebatte ist traditionell der Höhepunkt der Haushaltswoche im Bundestag. Anlässlich der Diskussion über den Etat das Kanzleramts liefern sich Regierung und Opposition einen Schlagabtausch über alle Themen der aktuellen Politik.
A.O.Scott--AT