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Artemis-2-Astronauten treten Rückflug an - Trump gratuliert
Mondkrater, eine Sonnenfinsternis und eine rund 40-minütige Kommunikationsunterbrechung: Die Astronauten der Artemis-2-Mission haben am Montag ihre Mondumrundung abgeschlossen und sind ihre Rückreise zur Erde angetreten. "Ich kann gar nicht genug betonen, wie viel wissenschaftliche Erkenntnisse wir bereits erlangt haben", sagte die leitende Wissenschaftlerin der Mondmission, Kelsey Young, am Montag (Ortszeit) zu den Astronauten. US-Präsident Donald Trump lobte die Raumfahrer als "Pioniere der Moderne".
Die vier Astronauten Jeremy Hansen, Christina Koch, Reid Wiseman und Victor Glover verbrachten den Tag damit, Details der Struktur der Mondoberfläche zu beobachten. Sie beschrieben außerdem Lichtblitze – Meteoriteneinschläge – auf der Mondoberfläche. Später erlebten sie eine Sonnenfinsternis, als der Mond vor der Sonne vorbeizog.
Glover äußerte sich beeindruckt über die Erlebnisse: "Es ist wirklich schwer zu beschreiben", sagte er. "Es ist überwältigend." Wissenschaftlerin Young pries derweil die Beobachtungen der Astronauten. "Sie haben uns den Mond heute wirklich nähergebracht, und wir können Ihnen gar nicht genug danken."
Nach ihren wissenschaftlichen Erhebungen war der Tag für die Astronauten jedoch noch nicht vorbei. US-Präsident Trump rief sie an und gratulierte zu der Mission. "Sie haben wirklich die ganze Welt inspiriert", sagte er. Sie hätten "ganz Amerika wirklich stolz gemacht, unglaublich stolz". Der US-Präsident lud die Astronauten am Ende des Gesprächs außerdem noch ins Weiße Haus ein. "Wir sehen uns im Oval Office", sagte er.
Zuvor war beim Überflug der von der Erde abgewandten Seite des Mondes der Kontakt der vier Astronauten zur US-Weltraumbehörde Nasa wie geplant für rund 40 Minuten unterbrochen gewesen. "Wir werden uns immer für die Erde entscheiden, wir werden uns immer füreinander entscheiden", sagte Koch nach der Wiederherstellung der Verbindung.
Nur Stunden zuvor hatten die vier Astronauten der Mondmission einen Rekord aufgestellt: Sie entfernten sich so weit von der Erde wie noch nie ein Mensch zuvor. Den bisherigen Rekord von 400.171 Kilometern Entfernung zur Erde hatte die Apollo-13-Mission im Jahr 1970 aufgestellt. Die Artemis-2-Crew entfernte sich bei ihrer Mondumrundung 406.778 Kilometer von der Erde.
Einen emotionalen Moment gab es im Laufe der Mondumrundung ebenfalls: Die vier Astronauten benannten einen Mondkrater nach Carroll Taylor Wiseman, der verstorbenen Ehefrau des Kommandeurs der Mission, Wiseman. "Es ist ein heller Punkt auf dem Mond", sagte der kanadische Astronaut Hansen mit brechender Stimme bei der Live-Übertragung. "Und wir würden ihn gerne Carroll nennen." Zu bestimmten Zeitpunkten des Mondtransits sei der Krater von der Erde aus zu sehen.
Dem Nasa-Astronauten Wiseman kamen die Tränen, wie auch seinen Mitreisenden. Alle vier Astronauten umarmten sich, während im Kontrollzentrum in Houston eine Schweigeminute abgehalten wurde. Carroll Taylor Wiseman war 2020 an Krebs gestorben, Reid Wiseman, ein ehemaliger Marine- und Testpilot, zieht die beiden Töchter seitdem alleine groß.
Nun hat die Orion-Kapsel ihren etwa viertägigen Rückflug zur Erde angetreten. Er erfolgt über eine sogenannte freie Rückkehrbahn. Dabei wird das Raumschiff allein durch die Mondschwerkraft und ohne zusätzlichen Antrieb wieder auf Kurs zur Erde gebracht.
Die vier Astronauten waren am Mittwoch (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida zu ihrer historischen Reise gestartet. Artemis 2 ist die erste bemannte Mission in Richtung Mond seit mehr als 50 Jahren.
Eine erneute Mondlandung strebt die Nasa erst für das Jahr 2028 an. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 mit Apollo 17 auf dem Mond gelandet. Danach wurde das kostspielige Programm eingestellt. Der Konkurrent China plant für 2030 eine Mondlandung.
B.Torres--AT