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Irans Außenminister lehnt Gespräche mit den USA ab
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Verhandlungen mit den USA über eine Beendigung des Iran-Kriegs bestritten und Gespräche mit Washington abgelehnt. "Wir haben nicht die Absicht, zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist", sagte Araghtschi am Mittwoch im iranischen Staatsfernsehen.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, Washington habe einen Friedensplan vorgeschlagen. Araghtschi sagte nun: "Jetzt über Verhandlungen zu sprechen ist ein Eingeständnis der Niederlage."
"Derzeit ist es unsere Politik, weiter Widerstand zu leisten", sagte der iranische Außenminister.
Der Iran wolle "den Krieg zu den eigenen Bedingungen beenden". Diese müssten so gestaltet sein, dass "dies nie wieder passiert", betonte Araghtschi mit Blick auf den seit Ende Februar anhaltenden Krieg.
Zuvor hatte der englischsprachige iranische Auslandsfernsehsender Press TV berichtet, dass das Land einen "Vorschlag" der USA für ein Ende der Kämpfe zurückgewiesen habe. Pakistanische Regierungsvertreter hatten zuvor bestätigt, dass das Land dem Iran einen von den USA aufgesetzten Friedensplan mit 15 Punkten übermittelt hatte. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hatte zuvor gesagt, US-Medienberichte über den Plan enthielten "Elemente der Wahrheit".
Der iranische Außenminister Araghtschi sagte zu den Gesprächen, es würden mittels "befreundeter Länder oder unterschiedlicher Personen Nachrichten ausgetauscht". Dies sei aber "weder ein Dialog noch eine Verhandlung".
Bezüglich der vom Iran weitgehend blockierten Straße von Hormus sagte Araghtschi, die Meerenge sei "nur für Feinde" geschlossen. Schiffen aus befreundeten Staaten hätten die iranischen Streitkräfte "sicheres Geleit zugesagt", fügte er an.
Der Iran habe sich im Verlauf des Kriegs eigene Sicherheitsgarantien aufgebaut, sagte Araghtschi und ergänzte: "In diesem Krieg haben wir der Welt gezeigt, dass niemand die islamische Republik provozieren kann, und wir haben uns sogar einen Sicherheitsschild geschaffen, damit die ganze Welt versteht, dass das Provozieren der islamischen Republik und das Spielen mit unseren Interessen schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen."
T.Sanchez--AT