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Neun Festnahmen nach gewaltsamem Tod eines Ultrarechten in Frankreich
Nach dem gewaltsamen Tod eines jungen Rechtsradikalen in Frankreich sind neun Verdächtige festgenommen worden. Dies teilte am Dienstagabend die zuständige Staatsanwaltschaft in Lyon mit. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlerkreisen erfuhr, ist unter den Festgenommenen auch ein Mitarbeiter eines Abgeordneten der linkspopulistischen Partei La France Insoumise (LFI).
Der Staatsanwalt Thierry Dran hatte zunächst vier Festnahmen bekanntgegeben. Am Abend gab er dann fünf weitere Festnahmen bekannt.
Der 23-jährige Quentin Deranque war am vergangenen Donnerstag in Lyon von einer Gruppe Vermummter totgeprügelt worden. Der junge Mann hatte Verbindungen zu ultrarechten Gruppen und war bei Protesten gegen eine Veranstaltung der linkspopulistischen EU-Abgeordneten Rima Hassan an einer Hochschule in Lyon dabei. Nach Aussagen der rechtsextremen Gruppe Némésis sollte der 23-Jährige Aktivistinnen schützen, welche die linke Veranstaltung stören wollten.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlags. Der Vorfall hat in Frankreich zudem zu erhitzten Debatten zwischen rechten und linken Lagern geführt. Präsident Emmanuel Macron warnte vor weiteren Auseinandersetzungen und rief zur Ruhe auf.
E.Hall--AT