-
"Ein reines Kürzungspaket": SPD droht mit Blockade der Pflegereform
-
EM-Vorbereitung: DHB-Frauen unterliegen Spanien im zweiten Test
-
Papst Leo XIV. in Frankreich: Große Messen und Gespräch mit Missbrauchsopfern
-
Nordirland: 2000 Menschen blockieren umstrittene Parade des Oranier-Ordens
-
Prognosen: Schweizer lehnen strengere Auslegung von Neutralität ab
-
Aus Lastwagen und Kran abgezapft: Dieseldiebe erbeuten 6000 Liter in Bremen
-
Missbrauch in der Kirche: Papst Leo XIV. mahnt zu "höchster Wachsamkeit"
-
Hälfte des Senats in Frankreich wird neu gewählt
-
Nach Wahl in Berlin: SPD stimmt für Sondierungen mit Linkspartei und Grünen
-
Drama in Berlin: Assefa verpasst Weltrekord
-
Schweizer stimmen über strengere Auslegung von Neutralität ab
-
Papst Leo XIV. feiert Messe unter freiem Himmel in Lourdes
-
Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und acht Schwerverletzte in Bayern
-
Nach Zwangsräumung von Wohnung einer 87-Jährigen: Protestcamp in Madrid errichtet
-
Erste Begegnung seit Kriegsbeginn: Wadephul trifft russischen Außenminister in New York
-
"Keine anderen Pläne": Ministerpräsident Wüst will in Nordrhein-Westfalen bleiben
-
Angler findet Weltkriegsbombe in Rhein: Blindgänger bei Bonn kontrolliert gesprengt
-
DOSB-Präsidentschaft: Weikert will sich zeitnah erklären
-
MLS: Müller trifft, Whitecaps verspielen Sieg
-
Klopp streicht Schlotterbeck aus dem Kader
-
Laver Cup: Zverev holt Sieg an der Seite von Ruud
-
Klopp sieht viel Potenzial im Sturm
-
Klopp will DFB-Team eigene Identität vermitteln
-
Rauhe sieht auch den Kanzler beim Olympia-Projekt gefordert
-
Pechvogel Kane: "An einem anderen Tag hätten wir gewonnen"
-
"Gehen gemeinsam durchs Feuer": Tah schwärmt von Klopp
-
Schwerer Herbststurm wütet über Nordosten der USA - mindestens ein Todesopfer
-
Stichwahlen um kommunale Spitzenposten in Niedersachsen
-
Papst Leo XIV. besucht Pilgerort Lourdes - Treffen mit Missbrauchsopfern
-
Schweizer stimmen über Stärkung der Neutralität ab
-
Hessischer Ministerpräsident Rhein fordert Fortsetzung der "Stadtbild"-Debatte
-
Venezuela: Weitere 39 politische Gefangene nach zweiter Dialogrunde freigelassen
-
Bericht: Asylerstanträge bis 25. September auf tiefstem Stand seit 2012
-
Kane scheitert vom Punkt: Eiskaltes Spanien bestraft England
-
Wadephul warnt in Rede bei Vereinten Nationen vor Risiken durch KI
-
Tausende demonstrieren nach Zwangsräumung von 87-Jähriger in Madrid
-
Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz
-
Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linken
-
Rad-WM: Koch verpasst Medaille - Vollering triumphiert
-
Kiel gibt Derbysieg gegen Flensburg aus der Hand
-
Debüt mit "Sternchen": Brunner schießt U21 zum Sieg in Lettland
-
Perfektes Debüt: Brunner schießt U21 zum Sieg in Lettland
-
Lawrow: Russland wird Ziele in der Ukraine "egal wie" erreichen
-
Leo XIV. feiert in Paris Messe mit 800.000 Menschen
-
Laver Cup: Zverev verspielt Sieg gegen De Minaur
-
Trump lehnt iranischen Plan für Hormus-Wiedereröffnung ab
-
Bayern dominieren beim Wiedersehen mit Alba
-
Bundesaußenminister Wadephul trifft russischen Kollegen Lawrow bei der UNO
-
Mindestens 16 Tote in Russland und der Ukraine bei gegenseitigen Angriffen
-
Prinz Harry: Kinder sind "glücklich" in neuer Schule in Großbritannien
Straftaten gegen Journalisten haben in Deutschland stark zugenommen
Die Zahl der Straftaten gegen Journalisten ist in Deutschland zuletzt deutlich angestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag. Für den Zeitraum vom 1. April 2024 bis zum 30. November 2025 meldeten die Länder demnach insgesamt 818 Fälle politisch motivierter Kriminalität gegen Medien an das Bundeskriminalamt (BKA) gemeldet. Die meisten Taten wurden dem politisch rechten Spektrum zugeordnet.
Über die Antwort des Bundesinnenministeriums hatte am Dienstag zuerst die "Rheinische Post" berichtet. Bei den gemeldeten Handlungen handelte es sich demnach in 89 Fällen um Gewaltstraftaten. Darunter waren 73 Körperverletzungen, 13 sogenannte Widerstandsdelikte etwa gegen Polizeikräfte, zwei Brandstiftungen und ein Raub.
Bei den übrigen Taten dominierten Nötigung und Bedrohung (101), Volksverhetzung (53), Propagandadelikte (47) sowie Sachbeschädigungen (43). Insgesamt war die Zahl der gemeldeten Taten um 71 Prozent höher als im Jahr 2023. Durchschnittlich wurden im von der Regierungsantwort erfassten Zeitraum 41 Fälle pro Monat erfasst, im Jahr 2023 waren es 24 pro Monat.
Rund ein Drittel (244) der Fälle insgesamt wurden von den Behörden dem Bereich "rechts" zugeordnet, 78 Fälle dem Bereich "links". 153 Fälle wurden als "ausländische Ideologie", 31 als "religiöse Ideologie" erfasst. Weitere 312 Delikte liefen unter "sonstige Zuordnung". Dabei handelt es sich um Fälle, die von den Behörden als politisch motiviert eingestuft wurden, sich jedoch demnach keinem der vier Bereiche eindeutig zuordnen ließen. Von den Gewalttaten wurden 44 Fälle dem Bereich "ausländische Ideologie" zugeordnet, 26 dem Bereich "links" und elf dem Bereich "rechts".
Die gemeldeten Fälle verteilen sich sehr ungleich auf die Bundesländer: Allein auf Berlin entfallen laut der BKA-Statistik 406 Fälle – damit fast die Hälfte aller registrierten Straftaten. Dahinter folgen Sachsen (82), Bayern (64) und Nordrhein‑Westfalen (55). In Berlin wurde auch mehr als die Hälfte der Gewalttaten (51) registriert. 211 der Straftaten insgesamt standen laut Behörden in Zusammenhang mit Demonstrationen, davon 73 der Gewaltdelikte.
Auch im Internet nahmen die Fälle zu: Für das Kalenderjahr 2024 erfasste das BKA 217 Straftaten mit dem Angriffsziel "Medien", bei denen das Tatmittel Internet vermerkt ist; 2025 waren es mit Stand von Ende Dezember bereits 333 gemeldete Taten. Häufig handelte es sich um Hasspostings.
"Die Sicherheit von Journalisten spielt für Bund und Länder eine unverändert große Rolle", hieß es in der Regierungsantwort. "Medien können nur dort unabhängig und frei berichten, wo die Sicherheit von Journalisten gewährleistet ist." Die Regierung wolle zudem auch deren Schutz vor offensichtlich unbegründeten Klagen oder missbräuchlichen Gerichtsverfahren verbessern.
Der medienpolitische Sprecher der Linken im Bundestag, David Schliesing, zeigte sich alarmiert von den Zahlen. "Das Ausmaß an gewalttätigen Übergriffen und Straftaten gegen Medienschaffende erreicht ein erschreckend hohes Niveau", erklärte er zu den neuen Daten. "Bund und Länder müssen umgehend aktiv werden und deutlich mehr für den Schutz journalistischer Arbeit tun", verlangte Schliesing weiter. "Das sind Zahlen, die erschrecken und an die wir uns keinesfalls gewöhnen dürfen", mahnte der Linken-Politiker.
Erstaunt äußerte sich Schliesing über deutliche Ungleichgewichte in der Statistik. So gehe die massive Erhöhung im Jahresvergleich offensichtlich fast ausschließlich auf die sehr hohen gemeldeten Zahlen in Berlin zurück. Der vergleichsweise hohe Anteil "links" verorteter Gewalttaten widerspricht laut Schliesing Daten, die von der Organisation Reporter ohne Grenzen erfasst worden seien.
E.Flores--AT