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SPD-Kandidatin Henze gewinnt Oberbürgermeisterwahl in Gelsenkirchen gegen AfD
Die SPD hat die Oberbürgermeisterwahl in Gelsenkirchen gegen die AfD gewonnen. Die SPD-Kandidatin Andrea Henze setzte sich in der Stichwahl am Sonntag laut Wahlleitung mit 66,9 Prozent der Stimmen gegen den AfD-Bewerber Norbert Emmerich durch, der auf 33,1 Prozent kam. Henze war bislang in der Stadtverwaltung als Vorständin unter anderem für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz tätig.
Im ersten Wahlgang bei der nordrhein-westfälischen Kommunalwahl vor zwei Wochen hatte Henze 37,0 Prozent der Stimmen erreicht. Emmerich lag mit 29,8 Prozent auf dem zweiten Platz. Da kein Bewerber auf Anhieb die nötige absolute Mehrheit bekommen hatte, war eine Stichwahl nötig geworden. Dabei wurde zwischen den beiden Kandidaten entschieden, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhielten.
Die bisherige Amtsinhaberin Karin Welge (SPD) war seit 2020 Oberbürgermeisterin. Sie trat nach einer Amtszeit nicht erneut an. Gelsenkirchen galt jahrzehntelang als Hochburg der Sozialdemokraten. Bei der Bundestagswahl im Februar zog die AfD bei den Zweitstimmen erstmals knapp an der SPD vorbei.
Nach dem Niedergang der Kohle- und Stahlindustrie leidet die Ruhrgebietsstadt heute unter wirtschaftlichen Problemen. Gelsenkirchen verzeichnete 2024 mit 14,8 Prozent bundesweit die höchste Arbeitslosenquote.
T.Perez--AT