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Bischof Bätzing fordert Einmischung der Kirche bei Thema Rechtsextremismus
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 die Kirche zur Einmischung beim Thema Rechtsextremismus aufgerufen. "Wir sind nicht parteilich als Kirche, sondern wir stehen über den Parteien. Aber wenn es um eine weitgehend gesichert rechtsextreme Gruppierung geht, dann müssen wir uns äußern", sagte Bätzing am Freitag im Radio des Bayerischen Rundfunks.
Vor allem die Bischöfe in Ostdeutschland seien mit Blick auf die Wahlen besorgt - "weil es durchaus sein kann, dass die AfD die Wahl gewinnt", begründete Bätzing dies. "Deshalb wollen wir nochmal deutlich machen, was ist das für eine Partei."
Sie spalte, sie sei nationalistisch ausgerichtet, sei antieuropäisch und antidemokratisch. "Wählerinnnen und Wähler müssen wissen, was sie da für eine Zukunft wählen", warnte der Bischof aus dem hessischen Limburg.
Einer Umfrage von Anfang September zufolge könnte die AfD die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit deutlichem Abstand gewinnen. Die Erhebung sah sie zuletzt bei 39 Prozent. Dahinter folgt die CDU mit 27 Prozent. Den dritten Platz könnte die Linke mit 13 Prozent erreichen, gefolgt von der SPD mit sieben Prozent.
Das BSW käme aus dem Stand auf sechs Prozent. Die Grünen könnten an der Fünfprozenthürde scheitern. Sonstige Parteien, darunter die FDP, erreichen zusammen fünf Prozent. Die nächste Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am 6. September 2026 statt.
R.Chavez--AT