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Erneut Flughafen in Dänemark wegen Drohne geschlossen
In Dänemark ist erneut ein Flughafen vorübergehend wegen einer Drohne geschlossen worden. Der Luftraum über dem Flughafen Aalborg wurde am späten Donnerstagabend wegen eines Drohnen-Alarms gesperrt, wie die dänische Polizei mitteilte. Am Freitagmorgen gegen 0.35 Uhr wurde er dann wieder geöffnet. Ein aus Amsterdam kommendes Flugzeug der niederländischen Fluggesellschaft KLM musste wegen der Flughafen-Schließung umkehren, ein Flug von Scandinavian Airlines aus Kopenhagen wurde annulliert.
In den vergangenen Tagen hatte es in Dänemark mehrere Drohnen-Überflüge an Flughäfen gegeben. In der Nacht zum Donnerstag waren Drohnen über den Flughäfen Aalborg, Esbjerg und Sönderborg sowie über dem Luftwaffenstützpunkt Skrydstrup entdeckt worden. Bereits in der Nacht zum Dienstag musste der Flugbetrieb am Kopenhagener Flughafen eingestellt werden, weil mehrere große Drohnen stundenlang über das Gelände geflogen waren.
Regierungschefin Mette Frederiksen hat anschließend vor einer Zunahme solcher Vorfälle gewarnt. Ihr Land sei "Opfer hybrider Angriffe", sagte sie am Donnerstag in einer Videobotschaft.
Eine Spur von den Tätern fehlt bislang. Die Ermittler hätten bisher keine Hinweise auf die Verantwortlichen, sagte der Chef des dänischen Militärgeheimdienstes, Thomas Ahrenkiel, am Donnerstag. Geheimdienstchef Finn Borch sprach gleichzeitig von einer "erhöhten Gefahr russischer Sabotage in Dänemark". Laut Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen handelt sich offensichtlich um "das Werk eines professionellen Akteurs". Frederiksen sagte: "Es gibt hauptsächlich ein Land, das eine Bedrohung für die Sicherheit Europas darstellt, und das ist Russland."
Moskau wies jede Verwicklung in die Drohnen-Vorfälle als "absurde Spekulationen" zurück. Die russische Botschaft in Kopenhagen sprach stattdessen von einer "inszenierten Provokation".
Am Freitag will Dänemark mit anderen EU-Ländern, die an Russland oder die Ukraine angrenzen, über einen Vorschlag von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zum Aufbau eines europäischen "Drohnenwalls" beraten. Auch die Ukraine soll an der Videoschalte teilnehmen.
In den vergangenen Wochen hatten bereits Polen, Estland und Rumänien Verletzungen ihres Luftraums durch russische Drohnen und Kampfflugzeuge gemeldet. Die Nato wertete dies als gezielte Provokationen Moskaus, der Kreml wies die Vorwürfe zurück.
Th.Gonzalez--AT