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"Focus": Neue Verfassungsschutz-Vizepräsidentin flog trotz Verbots in den Iran
Die neue Vizepräsidentin des Bundesamts für Verfassungsschutz, Felor Badenberg, soll einem Bericht zufolge durch eine private Reise in den Iran gegen die strengen Sicherheitsvorkehrungen ihrer eigenen Behörde verstoßen haben. Die in Teheran geborene Badenberg flog vor ein paar Wochen in die iranische Hauptstadt, um nach dem Tod ihres Vaters Erbschaftsangelegenheiten zu regeln, wie das Münchner Nachrichtenmagazin "Focus" am Freitag berichtete. Vor Ort hatte sie demnach auch Kontakt zu staatlichen Behörden.
Badenberg war erst Ende Juni von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) in die Spitze des Inlandsgeheimdienstes befördert worden. Mitarbeitern des Bundesamts für Verfassungsschutz sind demnach Reisen und Aufenthalte in Ländern wie Iran, Syrien oder Russland strikt verboten, da ihnen dort eine Verhaftung wegen Spionage droht.
Sicherheitskreise gehen davon aus, dass Badenberg ab ihrer Landung minutiös observiert worden ist. Das Magazin zitiert einen hohen Regierungsbeamten mit den Worten, die iranische Spionageabwehr werde "sehr genau registriert haben, wen sie wo getroffen hat". "Dieser Personenkreis gilt jetzt als vertraut mit der Frau, die in Deutschland iranische Agenten jagt. Das heißt, dass Badenbergs Kontakte in Teheran in große Gefahr geraten könnten", fügte der Beamte hinzu.
Der Bundesverfassungsschutz wollte dem Magazin demnach auf Anfrage nicht mitteilen, wer Badenbergs Iran-Reise genehmigt hat und ob der Vorgang disziplinarische Folgen hat.
O.Gutierrez--AT